Kunstausstellung
Schloss Buchegg: Üsi Art mit Jenny Schär und Bärnu Anderegg

Die erste Kunstausstellung nach der Sanierung des Schlossturms findet unter dem Titel «üsi Art im Schloss Buchegg».

Gundi Klemm Jetzt kommentieren
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Jenny Schär und Bärnu Anderegg vor gemeinsamen Werken.

Jenny Schär und Bärnu Anderegg vor gemeinsamen Werken.

Carole Lauener

Bärnu (Bernhard) Anderegg (Buchegg) feiert mit dieser Ausstellung seine 30. Werkpräsentation und seine dritte im Schlossturm im heimatlichen Buchegg. Für Jenny Schär (Koppigen) ist es die dritte offizielle Werkschau, an der sie eigene Bilder zeigt und in künstlerischer Absprache mit Bärnu einige partnerschaftlich entstandene Werke.

Die Vorlage aus der einen Hand wurde im Sinne eines künstlerischen Endergebnisses vom Ausstellungspartner «gefinished», erläuterten beide Kunstschaffende ihre Vorgehensweise. Im Turm-Untergeschoss sind die mit Fantasymotiven gestalteten Bilder von Jenny zu sehen, die sie auf Leinwand und Pavatex gemalt hat. Mit Formen und Farben kann die im Malerhandwerk diplomierte junge Frau dekorativ und effektvoll umgehen.

Jenny Schär vor ihren Werken

Jenny Schär vor ihren Werken

Carole Lauener

Bärnu Anderegg hat sich von seinen lichtvollen, lyrischen Landschaftsbildern, die seinen Stil jahrelang charakterisierten, verabschiedet. Geschaffen hat er Sujets, wie er betont, «im Aufbruch in eine neue künstlerische Phase», die für den Betrachtenden wahre Hirnnahrung ergeben. Sicher inspirierte ihn zu diesen Seelenepigrammen auch seine Pflegetätigkeit in einer Psychiatrieinstitution.

In seine im Turm-Parterre hängenden, überwiegend von einem mystischen Blau geprägten Werke kann sich der Kunstliebhaber vertiefen und davon absorbieren lassen. Er wird in der nicht gegenständlichen Gesamtwirkung unterschiedlichste Details entdecken, die Fantasie und Gefühlswelt reiche Nahrung bieten.

Im oberen Stockwerk zeigt er stimmige Fortsetzungen seines neuen künstlerischen Ausdrucks und als Dokumentation auf dem Tisch seine fiktiven, fast surrealen Stadtansichten, die teils an wuchernde Urwälder erinnern. Ausserdem lädt er ein, dem präzisen Gerlafinger Zeichner Alois Zürcher und dessen Anordnung liebevoller Ansichten von Gebäuden im Wasseramt und im Bucheggberg Aufmerksamkeit zu schenken.

Bärnu Anderegg vor einem seiner Werke.

Bärnu Anderegg vor einem seiner Werke.

Carole Lauener

Vernissage im sanierten Schlossturm

Mit besonderer Freude begrüsste Alex Erdiakoff als Vorstandsmitglied der Stiftung Schloss Buchegg nach zwei Pandemiejahren ohne Kulturtätigkeit das Publikum an der ersten Vernissage dieses Jahres. Sie konnte draussen auf dem Vorplatz eröffnet werden, begleitet durch Balladen und Gitarrenspiel von Martin Guggisberg. Erdiakoff wies kurz auf die Geschichte des Schlossturms hin, der als Relikt einer grösseren Wohnburg der Grafen von Buchegg aus dem 12. bis 14. Jahrhundert verblieben ist.

Ein Geschichtsfries im Turm gibt anschaulich Auskunft über diese in der Historie bedeutende adelige Familie. Zudem wies er auf die Sanierung am jetzt neu «behüteten» Turm des Bucheggberger Wahrzeichens hin, die erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Ausstellung ist geöffnet: 23. April, 15-18 Uhr; 24. April, 14-17 Uhr; 30. April, 15-18 Uhr; 1. Mai, 14-17 Uhr.

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