Gemeinderat

Kriegstetten hat schon ab 1. August einen Bauverwalter

Kriegstetten strukturiert das Bauwesen um. (Archiv)

Kriegstetten strukturiert das Bauwesen um. (Archiv)

Der Gemeinderat Kriegstetten hat sich für ein Bauverwaltermodell mit Bausekretariat entschieden. Umgestellt werden muss noch, bevor die Bevölkerung gefragt werden kann.

Seit rund einem Jahr ist die Umstrukturierung des Bauwesens ein Thema im Gemeinderat von Kriegstetten. Die Aufgaben im Bereich von Betreuung, Unterhalt sowie Bau von Anlagen und Liegenschaften sollen geschärft und vereinfacht werden. Es habe sich gezeigt, dass die Bau- und Werkkommission chronisch überlastet und zudem mit der rasant steigenden Komplexität überfordert ist. Mit dem baldigen Abgang von Peter Siegenthaler als Präsident der Bau- und Werkkommission, ist die Situation noch akuter geworden und bedarf sofortiger Massnahmen.

Nun hat man sich im Gemeinderat auf eine Lösung geeinigt. Angedacht ist ein Bauverwaltermodell mit Bausekretariat. Folgende Änderungen sollen vorgenommen werden: Reduktion der Bau- und Werkkommission von 5 auf 3 Mitglieder, Beauftragung eines Bauverwalters im Mandatsverhältnis sowie Anstellung einer Bausekretärin in einem 20 Prozent-Pensum. Der Bauverwalter und das Bausekretariat werden verwaltungsorganisatorisch in die Bau- und Werkkommission eingegliedert. Die 20 Prozent für das Bausekretariat sollen, wenn möglich, bei der Finanzverwalterin (60 Prozent) aufgestockt werden, da beide Bereiche übergreifend seien.

Start erfolgt aus der Not heraus vorzeitig

Die umfassenden Gesetzesänderungen (DGO und GO) sowie die Reorganisation werden der Gemeindeversammlung an der Budgetversammlung im Dezember unterbreitet. Sie beschliesst über eine Anpassung ab 1. Januar 2021. Der Gemeinderat ist auf Grund der bevorstehenden Personalvakanz aber gezwungen, sofort eine langsame Überleitung in das neue Modell vorzunehmen. Dies im Rahmen der Finanzkompetenz des Gemeinderates, die jährlich 25'000 Franken umfasst.

Daher soll der Bauverwalter ab 1. August 2020 bis vorerst Ende Jahr befristet beauftragt und die Bausekretärin per 1. Oktober 2020 eingestellt werden. Ab 1. Januar 2021 ist mit Mehrkosten von jährlich rund 50000 Franken zu rechnen.

«Der Gemeinderat war sich einig. Die Genehmigung erfolgte ohne Gegenstimme. Wir haben das gesamte Projekt seit längerer Zeit gemeinsam besprochen und erarbeitet», erklärt Gemeindepräsident Simon Wiedmer. (uby)

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