Feldbrunnen-St. Niklaus

Keinen Grund gefunden, den Umbau der Villa nicht zu genehmigen

Die geschützte Allee wird durch den Umbau der Villa nicht beeinträchtigt.

Die geschützte Allee wird durch den Umbau der Villa nicht beeinträchtigt.

Das Verwaltungsgericht stützt die Vorinstanzen und die Baubewilligung der Baukommission Feldbrunnen-St. Niklaus.

Der Nachbar, der den Umbau des Hauses am Steiniggässli 1 in Feldbrunnen-St. Niklaus verhindern möchte, blitzte beim Verwaltungsgericht erneut ab. Mit dem Umbau der Villa sollen mehrere Wohnungen ein- und ein Autounterstand angebaut werden. Das Bauobjekt liegt in der Wohnzone W2a und in der Schutzzone Allee. In einem ersten Verfahren vor Verwaltungsgericht forderte der Nachbar, dass das Bauverfahren sistiert und eine Planungszone errichtet werden soll. Dieses Begehren fand vor Verwaltungsgericht aber kein Gehör und wurde abgewiesen.

Gleichzeitig stützte das Bau- und Justizdepartement (BJD) die Feldbrunner Baukommission und bestätigten die Baubewilligung. Daraufhin erhob der Nachbar Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, die Verfügung des BJD aufzuheben und die ganze Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Er begründete dies unter anderem damit, dass das Departement gar nicht auf die Frage eingetreten sei, ob man eine Planungszone hätte erlassen sollen. Weil das Bauobjekt nahe bei der geschützten Allee zum Schloss Waldegg liege, hätte man nach Ansicht des Beschwerdeführers eine Expertise zur Quartierverträglichkeit einholen sollen.

Das Gebäude bleibt auch künftig eine Villa

Das Verwaltungsgericht hält in seinem Urteil fest, dass es sich beim beanstandeten Bauprojekt  um einen Umbau handle, der sich fast ausschliesslich im Innern des Gebäudes abspiele. Neu errichtet werde einzig ein Carport für drei Fahrzeuge. Das Gebäude sei weder als schützens- noch als erhaltenswert eingestuft. Unter Schutz stehe aber ein Teil der Parzelle, nämlich ein Streifen von zirka zehn Metern Breite entlang der Allee. Das Bauprojekt tangiere aber die Allee nicht und auch künftig werde das Grundstück über das Steiniggässli erschlossen.

Das Gericht ging auch auf die Frage ein, ob ein Gestaltungsplan nötig gewesen wäre. Dies wird klar verneint, das es keinen Sinn mache, einen Gestaltungsplan über eine Einzelparzelle zu legen. In der Umgebung der Villa sei keine einheitlich Typologie der Gebäudeformen und -ausrichtungen, der Dachformen- und -ausrichtungen oder der Gebäudevolumina festzustellen, deshalb mache es auch keinen Sinn spezielle Vorgaben wegen der Ästhetik aufzuerlegen.

Auch nach dem Umbau sehe das Gebäude nicht wie ein klassisches Mehrfamilienhaus, sondern immer noch wie eine «Landvilla» aus.  Die Parkierung entspreche den Vorschriften und die Zufahrt zur Parkierung sei nachträglich geregelt worden, wie das die Baubehörden verlangt hatten. Laut Verwaltungsgericht ist die Beschwerde deshalb vollständig unbegründet und der Beschwerdeführer muss Kosten von 2500 Franken übernehmen.

Die Frist, um Beschwerde beim Bundesgericht einzureichen, ist am 20. Januar 2020 abgelaufen. Bisher hat das Verwaltungsgericht keine Kenntnis davon, dass Beschwerde eingereicht wurde / www.gerichtsentscheide.so.ch

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