Gemeinderat

Kantonale Pensionskasse investiert in Feldbrunnen

Der Block an der Frank-Buchserstrasse wird saniert.

Der Block an der Frank-Buchserstrasse wird saniert.

Der Gemeinderat genehmigte für Mehrfamilienhäuser an der Frank-Buchserstrasse ein Näherbaurecht.

Die Pensionskasse Kanton Solothurn hat Wohnblöcke aus den 1960er-Jahren an der Frank-Buchserstrasse in Feldbrunnen erworben. Sie wolle den Altbestand in moderne Wohnungen zu bezahlbaren Preisen umwandeln, versicherte Daniel Egger, Leiter Immobilien der Pensionskasse mit Nachdruck.

Als erstes Objekt werde das Gebäude Frank-Buchserstrasse 1 und 3 für 3 Mio. Franken heutigen Wohnbauerfordernissen angepasst. Dies betreffe, wie Architekt Pascal Steiner ausführte, die Gebäudehülle, die Umstellung der Heizung auf Wärmepumpe, den Ausbau von Estrichräumen zu Wohnungen, die Vergrösserung der Balkonanlage, die Erneuerung aller Sanitärbereiche und Küchen sowie den Brandschutz und neben der Vergrösserung des Treppenhauses den Einbau von Liftanlagen. Dafür allerdings benötigt die Bauherrin ein Näherbaurecht, da der Grenzabstand gegen Norden durch die Lifttürme unterschritten wird.

Nach längerer Diskussion, in der rechtliche Aspekte beleuchtet wurden, bewilligte der Gemeinderat das Näherbaurecht und damit den Bau beider Lifttürme. Mit einer Vereinbarung werde diese Dienstbarkeit, eventuell mit Entschädigung etwa durch ein mögliches Vorkaufsrecht, festgehalten und grundbuchamtlich verankert. Angeregt wurde, dass in die künftigen Mietverträge für 16 Wohnungen in Haus 1 und 3 der vor dem Haus liegende öffentliche Spielplatzbetrieb reglementarisch eingebracht wird. Die Sanierung der Häuser 8, 10 und 12 folgt in einer zweiten Etappe.

Pro und Kontra Mischverkehr auf der Baselstrasse

Eine kleine Filmsequenz, wie beispielsweise in Wabern bei Bern der Verkehr auf der Hauptdurchgangsstrasse mit einer Strassenbahn im Zweispurausbau und allen übrigen Verkehrsteilnehmern funktioniert, zeigte, wie es demnächst in Solothurn auf der Baselstrasse vom Kreisel bis St. Katharinen aussehen könnte. «Es gibt wegen der beengten Platzverhältnisse dort keine Alternative zum Mischverkehr», sagte Heinrich Matter (Aare Seeland mobil).

Die öffentliche Mitwirkung für das Bauvorhaben (Siehe: www.baselstrasse-solothurn.ch) war durch 63 Stellungnahmen von Privatpersonen, Unternehmen bis hin zu Verbänden genutzt worden. Das geplante Mischkonzept treffe keinesfalls auf breite Zustimmung. Gross seien die Befürchtungen, dass Stauaufkommen, unterschiedlichste Sicherheitsbedenken für Velofahrer, Behinderte und Fussgänger aber auch die Länge der Bauzeit zu Problemen führen könnten. Das «Bipperlisi» fährt von der Stadt bis St. Katharinen als Strassenbahn, ab dort dann auf dem gesicherten Bahnkörper verkehrsrechtlich wie bisher als Eisenbahn. Auch Patrick Kissling (Amt für Verkehr und Tiefbau), der sich von einer ordentlichen «Justierung» und gutem «Verkehrsmanagement» mittels Pförtneranlagen auf dieser Strecke viel verspricht, ist überzeugt, dass der Verkehr ohne wesentliche Staus über die Baselstrasse rollen wird.

Ein Thema im Rat waren die in den letzten zehn Jahren aufgetretenen, polizeilich erfassten Sicherheitskonflikte. Kam es doch zu 85 Unfällen und 29 Verletzten. Alle Eingaben, so sicherten beide Referenten zu, würden im Vorprojekt, das 2021/22 vorliegen wird, vertieft betrachtet. Die Projektkosten für Strassensanierung mit Doppelspurausbau sollen sich auf 30 bis 40 Mio. Franken belaufen. Die Variante Seitenlage des Bahnkörpers im Teilstück bis St. Katharinen würde 22,5 bis 30 Mio. Franken kosten. Gegenstand der Projektierungsarbeiten bleibt auch, für die Belastung während der Bauphase eine verträgliche Lösung zu finden.

Schwierige Strassen- und Liegenschaftsausfahrten

Ratsmitglieder, die die tägliche Situation zwischen Solothurn und Feldbrunnen erleben, formulierten zahlreiche Bedenken zu Kapazitätsproblemen und den schwierigen Strassen- und Liegenschaftsausfahrten. Das Vorprojekt werde nochmals vorgestellt, hiess es von Seiten der Bauherrschaft. Als Fazit blieb: Die Sanierung kommt, aber wie sie aussieht, wird politisch entschieden.

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