«Wir können von einer positiven Rechnung sprechen, obwohl diese einen Aufwandüberschuss von 5518 Franken ausweist», sagte Finanzverwalterin Isabella Howald zu den sieben anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern. Budgetiert war nämlich ein wesentlich höherer Aufwandüberschuss von 23'984 Franken. Diese Besserstellung von über 18'000 Franken resultiere vor allem aus Minderaufwand in der Erfolgsrechnung, aber auch aus Mehrerträgen bei den Steuereinnahmen. Anstatt rund 80'200 Franken flossen 90'348 Franken Steuern in die Gemeindekasse. «In der Rechnung 2017 waren es aber noch 128'696 Franken, der Steuerrückgang ist also beträchtlich», verglich Howald. Die Steueranlage basiert wie bereits 2017 auf 65 Prozent für natürliche und juristische Personen. «Wir haben sehr gesunde Finanzen. Keine Schulden, ein hohes Vermögen – was will man noch mehr?», so die Finanzverwalterin.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Gemeindeversammlung Kammersrohr genehmigten die Rechnung einstimmig.

Gemeindepräsident Ueli Emch mahnte aber auch, dass man trotz dem erfreulichen Resultat nicht blauäugig sein dürfe. «Die Steuereinnahmen gehen insgesamt zurück, das darf man nicht vergessen.» Investitionen wurden 2018 keine getätigt. Die Spezialfinanzierungen schliessen alle mit einem Gewinn, die Kehrichtgebühren wird man per 2020 sogar senken können.

Dorfbach braucht Sanierungen

Ausserdem informierte der Gemeindepräsident über die anstehenden Sanierungsarbeiten im Dorfbächli. «Es gibt da gewisse Probleme, die wir lösen müssen», so Emch. Beim Hochwasser letztes Jahr wurde dies deutlich. Während kleinere dringende Arbeiten wie Schachtsanierungen wahrscheinlich schon dieses Jahr erledigt werden müssen, wird der grössere Teil an der Budgetgemeindeversammlung beschlossen und soll erst nächstes Jahr angegangen werden.

Im «Hölzli» gibt es Wasserausläufe, die gerutscht sind und freigelegt werden müssen. Ausserdem muss der Bachdurchlass unter der Kantonsstrasse saniert werden, damit es nicht staut. Voraussichtlich wird das Projekt etwa 16'000 Franken kosten, wobei sich aber auch der Kanton und die Gemeinde Hubersdorf beteiligen müssen.

Zu teure Bachfreilegung

Zudem informierte der Gemeindepräsident, dass eine Anfrage aus der Gemeinde eingegangen sei, ob man den teilweise eingedolten Dorfbach freilegen könnte. Erste Abklärungen zeigen aber, dass dies unverhältnismässig teuer wäre. Eine Schwierigkeit ist nämlich, dass man trotzdem auch das alte System weiterführen müsste, da dort Drainagen eingespeist werden. Geschätzt würde das rund 500'000 bis 800'000 Franken kosten, was die Gemeinde überlasten würde. Die Budgetgemeindeversammlung wird entscheiden können, ob sie darauf überhaupt eintreten will.