Verkehrssicherheit

Ist die Bergstrasse eine Gefahrenzone?

Sorgt der gelbe Streifen für genügend Sicherheit der Fussgänger? Michel Lüthi

Sorgt der gelbe Streifen für genügend Sicherheit der Fussgänger? Michel Lüthi

Aufgrund von vielen Anfragen aus der Bevölkerung, finde in Riedholz eine öffentliche Mitwirkung zum Thema Verkehr statt.

Die Verkehrssicherheit in Riedholz soll überprüft werden, weil der Gemeinderat in letzter Zeit verschiedene Anfragen aus der Bevölkerung erhalten hat. Deshalb lud die Planungskommission nun zur öffentlichen Mitwirkung ein. «Wir wollen den Puls fühlen und sehen, wo es brennt», sagte der ressortverantwortliche Gemeinderat Beat Graf. Begleitet wurde der Abend von Experte Beat Affolter, Planer bei Emch und Berger.

Gefahrenzone Bergstrasse?

Quartierweise konnten sich die rund 25 Anwesenden um die verschiedenen Dorfteilpläne versammeln. Von fünf Quartieren waren aber nur zwei vertreten – diese dafür umso zahlreicher. Am grössten war die Gruppe der Anwohnerinnen und Anwohner rund um die Bergstrasse. Mit Zettelchen markierten sie die Schwachpunkte, von denen es entlang der Bergstrasse einige gebe. Wuchernde Hecken, ein schlechter Strassenzustand mit Schlaglöchern und die mangelhafte Beleuchtung führen zu Gefahren. Abwärts müsse man relativ weit links fahren, sodass aufwärtsfahrende Autos überrascht werden und auf die gelb markierte Fläche ausweichen. Dort wähnen sich aber Fussgänger in Pseudosicherheit, die Kollisionsgefahr ist gross. Müsste dieses gelb markierte «Trottoir» vielleicht aufgehoben werden?

Als gefährlich wurde von vielen Anwesenden die Abzweigung von der Schöpferstrasse in die Bergstrasse genannt. Eine zu hohe Mauer auf einem Privatgrundstück schränke dort die Sicht erheblich ein, der Knoten sei zu unübersichtlich. Ein weiteres Thema war das Fahrverbot in Richtung Hubersdorf, welches aber in Gegenrichtung nicht bestehe.

Endlich ein Fussweg?

Das zweite, stark vertretene Quartier widmete sich den Plänen rund um den Rain, wo vor allem die Rainstrasse und die Waldturmstrasse als Knackpunkte gesehen wurden. «Die Situation hier ist gefährlich und nicht mehr tragbar!», betonte ein Anwohner mit Nachdruck. Seit Jahren kämpfe man für einen Fussweg entlang der Waldturmstrasse – man wolle nicht mehr warten, bis ein Unfall geschehe. Nun scheint es aber doch einen Lichtblick zu geben. Der Gemeinderat habe nämlich letzten Montag beschlossen, dass der Fussweg entlang der ganzen Strasse verlängert werden soll.

Als weitere Schlüsselstelle wurde die Abzweigung Höhenstrasse-Rainstrasse gesehen, dort sei die Sicht ebenfalls aufgrund einer Hecke eingeschränkt. Planer Beat Affolter brachte ein, dass da vielleicht die Entfernung der Mittellinie eine geeignete Massnahme wäre, um den Verkehr zu verlangsamen. Einige Anwesende sprachen sich hingegen für Tempo 30 im Quartier Rain oder sogar auf dem gesamten Gemeindegebiet aus – 50 Stundenkilometer sei einfach zu schnell, die Strassen dafür zu schmal.

Kontrollen sind nötig

Nach regem Austausch und vielen Diskussionen zog man das Fazit, dass mit wenig Aufwand schon sehr viel erreicht werden könnte. Kontrollen müssten konsequenter durchgeführt werden, etwa was das Zurückschneiden von Hecken anbelangt oder auch das wilde Parkieren auf der Strasse. Oft beeinträchtigen stehende Autos die Sicht. Zudem gibt es im Dorf einige Rechtsvortritte, die schlecht oder gar nicht markiert seien. Diese sollte man konsequent neu markieren.

Neuralgische Punkte seien etwa die Rechtsvortritte Wallierhofstrasse/Rosenweg oder auch Höhenstrasse/Waldturmstrasse. Auch die Schulwegsicherheit sei in verschiedenen Bereichen ein Thema, so müsse am Knoten Sonnenrainstrasse/Tannenstrasse/Mattenstrasse eine bessere Lösung für Schulkinder gefunden werden. Bis zum 11. April können nun im Rahmen der Mitwirkung noch weitere Eingaben gemacht werden, welche dann ebenfalls an der nächsten Gemeindeversammlung präsentiert werden.

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