Wahlen

In Riedholz wird früher gewählt

"Ich möchte eine Entscheidung", sagt Gemeindepräsidentin ad interim Sandra Morstein. Sie stellt sich neben möglichen anderen Kandidaten auch der Wahl fürs Gemeindepräsidium.

"Ich möchte eine Entscheidung", sagt Gemeindepräsidentin ad interim Sandra Morstein. Sie stellt sich neben möglichen anderen Kandidaten auch der Wahl fürs Gemeindepräsidium.

Gemeindepräsidentin ad interim Sandra Morstein hat im Gemeinderat ein Wiedererwägungsgesuch gestellt. Statt am 27. September soll bereits am 16. August die Ersatzwahl fürs Gemeindepräsidium stattfinden.

Und plötzlich eilt es. Die Ausmarchung für eine neue Gemeindepräsidentin oder einen neuen Gemeindepräsidenten soll bereits am 16. August und nicht, wie bis anhin beschlossen, am 27. September stattfinden. Die Gemeindepräsidentin ad interim, Sandra Morstein (SP), hat einen Antrag auf Wiedererwägen gestellt. An der Gemeinderatssitzung Ende März beschloss der Gemeinderat eine Verschiebung der Ersatzwahl in den Herbst. Nachdem sich in der Zwischenzeit die Coronasituation stabilisiert hat und Wahlkampfaktivitäten wie die Durchführung von Veranstaltungen und Haustürbesuchen derzeit wieder möglich sind, sei aus ihrer Sicht die Durchführung der Ersatzwahl am 16. August gewährleistet, so Morstein.

Markus Moll (FDP) wollte den Grund für die Eile wissen. «Macht eine Wahl nur fünf Wochen früher als geplant Sinn? Werden neue Interessenten für das Amt nicht benachteiligt mit diesem nun sportlichen Terminplan?» Auch Michel Aebi (FDP) wollte wissen, was es bringe, früher zu wählen. «Einerseits will ich eine Entscheidung», erklärt Morstein, deren ad interim-Zustand sich in die Länge zu ziehen droht. Andererseits wisse man nicht, wie sich die Coronasituation weiter entwickelt. «Was, wenn im Herbst erneut nicht gewählt werden könnte. Jetzt ist es möglich», so Morstein, die sich in Eintracht mit Stéphanie Ritschard (SVP) weiss, welche ebenfalls eine frühere Entscheidung will.

Die erneute Verschiebung des Wahltermins wurde mit 4 zu 2 Stimmen genehmigt. Neu muss bis Montag 6. Juli, 17 Uhr, ein Wahlvorschlag eingereicht werden. Gewählt wird am 16. August, und ein allfälliger zweiter Wahlgang ist auf den 27. September angesetzt.

Ein verbindender Weg zum Fusionsjubiläum

2021 wird die Schweiz zur Festhütte, falls die Coronakrise ausgestanden sein sollte. Anlässe werden nachgeholt, andere kommen hinzu. Die Idee, zum Jubiläum 10 Jahre Gemeindefusion Riedholz-Niederwil ein grosses Dorffest zu organisieren, habe aber in der vorberatenden Kulturkommission wenig Freunde gefunden, erklärte an der Sitzung Markus Moll. «Ein Dorffest wirkt nicht nachhaltig», vertrat Moll seine und die Meinung der Kommission. Nachhaltig sei ein verbindender Weg zwischen den beiden Dorfteilen, so die Idee der Kommission. «Dieser könnte mit Tafeln ergänzt werden, die Infos über bekannte Personen, Objekte oder Begebenheiten beinhalten.»

Natürlich werde man ein Eröffnungsfest durchführen, an dem sich auch die Dorfvereine beteiligen können. Die Idee wurde im Gemeinderat positiv aufgenommen. Michel Aebi forderte aber, dass «auch unser dritter Dorfteil Attisholz Nord einbezogen wird». Er könne sich zudem den Anlass nicht ohne Dorffest denken. Die Idee mit dem Weg wurde einstimmig gutgeheissen. Die Kulturkommission darf weiterplanen.

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