Die Firma Hiag, Entwicklerin ehemaliger Industrieareale, ist als Besitzerin der Biberister «Papieri»-Liegenschaften daran, den riesigen Hallen neues Leben einzuhauchen. In ihrer Medienmitteilung zu den neusten Halbjahreszahlen (siehe Kasten unten) hat Hiag jetzt ihre neuste Idee präsentiert: Sie will bis Ende Jahr «den Standort Biberist schweizweit als E-Sport-Hub positionieren». «Man kann sich einen solchen E-Sport-Hub wie ein Sportzentrum für Gamer vorstellen», erläuterte Martin Wyss, Geschäftsführer der Stark eSports GmbH und Projektleiter der Hiag, gegenüber dem SRF-«Regionaljournal Aargau-Solothurn».

Dafür sei eine gute Infrastruktur notwendig. Dazu zählen – nebst genügend leistungsstarken Internet- und IT-Einrichtungen – auch die richtige Betreuung und richtiges Coaching. So sei gewährleistet, dass die Spieler sich optimal auf Wettkämpfe vorbereiten können. «Eine Fussballmannschaft zieht sich ja auch an einen Ort zurück, um sich vorzubereiten.

Baubeginn im November

Ein solcher Ort soll der E-Sport-Hub insbesondere für Profi-Gamer sein.» Diese seien aber nicht die einzige Zielgruppe, die der Hub anziehen soll. Auch «normale» Gamer sollen angesprochen werden. «Wir wollen den beiden Zielgruppen etwas bieten, damit sie zur Zukunft des E-Sports etwas beitragen können.»

Allzu viel verrät der Projektleiter, früher ebenfalls Profi-Gamer, allerdings nicht. Auf die Frage, ob auch Einrichtungen für Zuschauer geplant seien, wie man diese bereits von Wettkämpfen im Ausland kenne, antwortet Wyss: «Wir werden im November ein Konzept veröffentlichen, das ganzheitlich sein wird. Das Ziel ist, dass man breit aufgestellt ist und sicher auch etwas für die Zuschauer bieten kann.»

Der Standort Biberist wurde einerseits wegen des geeigneten Areals gewählt, aber auch wegen der zentralen Lage in der Schweiz. Bezüglich der Grösse des E-Sport-Hub sind noch keine Infos erhältlich. Fest stehe, dass im November der Bau eines Bereichs beginne und dieser dann stetig ausgebaut werde.