Coronavirus

Idee entstand am Mittagstisch: Mit ihrem Song rufen die Geschwister zu Solidarität auf

CasaNero «Solidarität»

CasaNero «Solidarität»

Im Zusammenhang mit den Einschränkungen wegen des Coronavirus haben die Geschwister Nadja und Patrick Schwarz ihren Song «Solidarität» veröffentlicht – eine Familienproduktion.

Da sich die Pläne der Geschwister Nadja (20) und Patrick Schwarz (22) im Zuge des Coronavirus änderten, kehrten beide in die «CasaNero» in Lommiswil zurück. Dort entstand – im Rahmen eines Familienprojekts – innerhalb zweier Tage ihr Song «Solidarität».

Eigentlich sollte sich Nadja Schwarz (20) für einen Au-pair-Aufenthalt in Australien und ihr Bruder Patrick Schwarz (22) an der PH in Bern befinden. Aufgrund des Coronavirus sieht die Lage aber anders aus: Die Geschwister kehrten zu ihren Eltern in die «CasaNero» in Lommiswil zurück – dem «Haus Schwarz». Als die ganze Familie am Sonntagmittag beisammensass, entstand aus dem Dialog heraus die Idee, einen Song zu schreiben, berichten Nadja und Patrick Schwarz. «Wir sind eine relativ kreative Familie und fanden: wir könnten doch einfach einen Song machen. Jetzt können wir die Message der Solidarität ja verbreiten. Wieso tun wirs nicht?». Nachdem sie die ersten paar Lyrics hatten, sei alles andere dann ganz natürlich, ohne viel zu hinterfragen, gewachsen. 

Da Familienvater Stefan Schwarz selbst in der Musikbranche arbeitet, war das Equipment für ein derartiges Projekt bereits zuhause vorhanden. Und gesagt, getan. Die ganze Familie tüftelte zusammen an den ersten Lyrics, danach begab sich Patrick im Obergeschoss ans Klavier und arbeitete weiter am Song. Per WhatsApp wurden erste Textideen verschickt, und bald darauf waren die Lyrics von «Solidarität» bereit. Noch am gleichen Abend fügte Stefan eine Pilotspur des Klaviers und die wichtigsten Gesangsspuren zusammen.

Am Montag folgten die Instrumententracks (Klavier, Gitarre, Cajon). Die drei Instrumente wurden alle von Sohn Patrick eingespielt, wonach sie Stefan rudimentär bearbeitete. Seinen Feinschliff erhielt der Song von einem Familienfreund, einem «Crack» auf dem Gebiet. Fehlte nur noch ein Video, welches am Dienstagmorgen im Wohnzimmer der CasaNero gedreht wurde – und fertig wars. Der Song ist seit Dienstag Abend auf Youtube zu finden und zählt bereits über 2000 Klicks. «Eine derartige Reaktion hatten wir nicht erwartet», meint die Familie erfreut.

Die Situation auf kreative Art verarbeiten

Auch für die Familie Schwarz führte die aktuelle Situation zu Veränderungen: Während Papa Schwarz wie üblich im Homeoffice arbeitet und sich sein Alltag diesbezüglich nicht gross ändert, ist dies bei seinen Kindern und seiner als Lehrerin tätigen Frau anders. Die Familie versucht aber, das Beste aus der Situation zu machen: «Eigentlich haben wir einfach selber die Idee umgesetzt, weil uns die Musik Spass macht. Sonst hätten wir wahrscheinlich an einem gewöhnlichen Sonntag nicht einfach ein Lied im Familienkreis geschrieben. Die Message, die im Lied enthalten ist, geben wir natürlich gern weiter.» 

Wie Nadja und Patrick erklären, wurde der Text relativ allgemein gehalten, damit er für alle verständlich bleibt. «Aber wir leben jetzt wirklich die Solidarität zusammen zuhause. Wir haben die Situation zum Anlass genommen, das Ganze in einer kreativen Art zu verarbeiten.» Das Ziel des Projekts sei vor allem, die Leute zu unterhalten, die aufgrund der gegenwärtigen Situation mehr Zeit hätten. Das Feedback fiel bis jetzt sehr positiv aus: «Es gab viele die sagten, dass ihnen der Beitrag helfe.» 

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