Zuchwil

Hotelprojekt neben dem Sportzentrum liegt nicht drin

Im Sportzentrum Zuchwil sind weitere Sanierungen geplant. (Archiv)

Im Sportzentrum Zuchwil sind weitere Sanierungen geplant. (Archiv)

Der Gemeinderat Zuchwil ist zurückhaltend mit der weiteren Unterstützung des Sportzentrums.

Das neu renovierte Schwimmbad sieht aus der Vogelperspektive verlockend aus, so wie es Urs Jäggi an der Gemeinderatssitzung auf die Leinwand projizierte. Der Direktor des Sportzentrums (SZZ) freut sich, endlich wieder viele Eintritte verzeichnen zu können. Er stellte die weiteren Sanierungsarbeiten der Anlagen vor, die teils am Laufen, teils geplant sind.

Die gesamte Renovation kostet 4 Mio. Franken, verteilt über vier Jahre. Was Jäggi sehr am Herzen liegt, ist der Anbau eines Sporthotels. Die heutige Dépendance im Kontiki stehe nur noch bis im Oktober 2021 zur Verfügung. Jäggi rechnete vor, dass ohne die Einnahmen, welche die Hotelgäste einbringen, 96'500 Franken verloren gingen. Gemeindepräsident Stefan Hug (SP) gab zu, dass der Anbau sicher etwas bringen würde. In Anbetracht des Kredits von 800'000 Franken, den der Gemeinderat kürzlich an die Sanierung der Finanzen gesprochen hat, liege ein solches Projekt im Moment nicht auch noch drin.

Silvio Auderset (SVP) möchte das SZZ am liebsten an einen Privaten verkaufen. «Wir vermögen dieses nicht, wir werden daran ersticken», malte er schwarz. Karen Bennett (FDP) regte an, andere Geldgeber zu suchen, wie den Kanton, oder das Bundesamt für Sport, denn die Anlage habe nationale Bedeutung. Dafür müsste ihre Attraktivität jedoch bewahrt werden. Der Gemeinderat war sich einig, dass das Hotelprojekt so nicht ausgeführt werden könne.

Den Spitex-Diensten mangelt es an Platz

Der Antrag der Spitex-Dienste, ihre Räumlichkeiten auszubauen, blitzte beim Gemeinderat vorerst ab. Geplant ist, die 3-Zimmer-Wohnung mit der angrenzenden 2-Zimmer-Wohnung mittels Wanddurchbruch zu verbinden. Für Umbau, Einrichtung, EDV und Telefonie würden Kosten von 43500 Franken anfallen, zeigte Abteilungsleiterin Patricia Häberli auf. Die Renovation der Wohnungen würde die katholische Kirchgemeinde als Besitzerin der Liegenschaft übernehmen.

Daniel Grolimund (CVP) bemängelte, dass die vorliegenden Zahlen zu wenig fundiert seien. Er schätzte, man könne die Kosten halbieren. Karen Bennet gab zu bedenken, dass die Wohnung nach Beendigung des Mietverhältnisses wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden müsse. Der Gemeinderat wies den Antrag zurück, bis ausführlich begründete Zahlen vorliegen.

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