Subingen

Hans Ruedi Ingold verabschiedet sich vom operativen Geschäft: Was steckt hinter seinen Demissionen?

Subingens Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold gewinnt mit Demissionen persönliche Freiräume.

Subingens Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold gewinnt mit Demissionen persönliche Freiräume.

Subingens Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold demissioniert in mehreren Kommissionen. Was steckt dahinter?

Subingen steht im Zeichen des Wandels. Dabei spielt Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold eine Hauptrolle. Seine Demission aus der Planungskommission, der Dreifachhalle-Baukommission, der Vereinspavillon-Baukommission und dem OK 750 Jahrfeier geben Raum für wilde Spekulationen.
Hans Ruedi Ingold wiegelt ab: «16 Jahre lang war ich als Bauverwalter operativ tätig. Nun ist es Zeit, diesen Bereich meiner Arbeit abzugeben.» In diesen Jahren habe er Auge, Ohr und Finger in allen Geschäften drin gehabt. «Ich will Operatives und Strategisches trennen.» Seit gut 16 Monaten stehe der Bauverwaltung Matthias Oesch vor. Er sei mittlerweile bestens eingearbeitet und mit seinen Aufgaben und Pflichten vertraut. Wegen der anstehenden Projekte wurde die Bauverwaltung mit einem 40 Prozent-Pensum verstärkt. Dadurch sei sichergestellt worden, dass diese wichtigen Projekte behördlicherseits kompetent begleitet und umgesetzt werden können. «Ich kann alle Sachen, die mit dem Bau zu tun haben, abgeben.»

Eine Nachfolgelösung steht noch nicht bereit

Für ihn sei dieser Schritt eine ­Erleichterung, weil er nicht mehr immer und überall schon im Ansatz die Feder führen müsse. «Der Hans Ruedi Ingold macht es schon – von dieser ­Einstellung will ich mich etwas befreien.» Das erscheint vernünftig. Seine Demission hat aber einen weiteren Gesichtspunkt. «Ich werde nicht ewig als Gemeindepräsident amtieren.» Diese Legislatur will der 66-Jährige sicher noch zu Ende führen. Was danach kommt, sei offen. Eine mögliche Nachfolge habe er in Aussicht, sagt er, ohne Namen zu nennen. «Aber die Person steht aktuell noch nicht bereit. Mein Rücktritt wird eine Frage der gegenseitigen Absprache sein.»

Spekulationen, die unterschiedlichen Meinungen im Gemeinderat zur 750-Jahr-Feier hätten die Demissionen befeuert, weist der Gemeindepräsident von sich. «Dass ich mit dem Festprogramm nicht ganz einverstanden bin, ist kein Geheimnis. Ich hätte mir eine nachhaltigere Feier gewünscht. Ein Fest, an das man sich auch noch in zehn Jahren gerne erinnert.» Aber diese Unstimmigkeit sei nicht ein Grund gewesen, kürzer zu treten.

Konzentration auf ­raumplanerische Projekte

Er freue sich auf die Freiräume, die er nun erhalte. «Da bin ich auch etwas selbstsüchtig.» Dazu könne er sich auf die Kerngeschäfte als Gemeindepräsident, nämlich das Gestalten und Entwickeln der Gemeinde, sowie die anstehenden, wichtigen Projekte Zentrumsentwicklung und Ortsplanungsrevision konzentrieren. «Für die Zentrumsplanung will ich mir genügend Zeit nehmen. Etwa für die Landverhandlungen.» In der Ortsplanungsrevision würden ihn insbesondere die Zonenpläne fordern. Und auch wenn er sich aus der Dreifachturnhalle verabschiedet hat, seien dort noch etliche Geschäfte zu erledigen. «Die Halle ist aufgegleist, aber die Vertragsarbeit zusammen mit dem Oberstufenzentrum ist eine Herausforderung.»

Nicht zu den herausfordernden Projekten gehöre eine allfällige Fusion, beispielsweise mit Bolken oder Horriwil. «Eine solche drängt sich für Subingen aktuell nicht auf. Aber wir wollen uns auch nicht verschliessen.» Er habe zumindest die Kompetenz vom Gemeinderat erhalten, Gespräche zu führen.

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