Mühledorf

Goldfarm-Märet als Gesamterlebnis: Er will wieder etwas Leben aufs Mühleareal bringen

Michael Lätt stellt einheitliche Marktstände für die Betreiber zur Verfügung.

Michael Lätt stellt einheitliche Marktstände für die Betreiber zur Verfügung.

Das Mühleareal in Mühledorf soll belebt werden. Gestartet wird mit einem monatlichen Markt, mit Treffpunkt und Fürobebier.

Vor zehn Jahren wagten initiative Bucheggberger den Vorstoss nach Solothurn. Sie organisierten auf dem Rossmarktplatz den ersten Buechibärger Märit mit Ständen, an denen den Solothurnern Bucheggberger Produkte feilgeboten wurden. Den Märit gibt’s noch immer. Nun sollen auch die Bucheggberger die Produkte aus ihrer Region kennen lernen. Genau genommen die Buchegger.

Auf der Goldfarm Mühledorf organisiert Michael Lätt seit diesem Sommer einen Markt. Der Name Goldfarm sei heute noch ein Begriff. Wurden dort doch seit 1972 unter diesem Namen Teigwaren in Handarbeit hergestellt und in der ganzen Schweiz vertrieben. 2011 wurde die Produktion aber dem Solothurnischen Bauernverband verkauft.

«Ich will wieder etwas Leben auf das Mühleareal bringen», begründet Lätt seine Initiative. Gleichzeitig will er den Bucheggern zeigen, was in ihrer weitläufigen Gemeinde mit den elf Dorfteilen alles produziert wird. «Der Goldfarm-Märet soll zu einem Gesamterlebnis werden», erklärt Lätt. Der Start wurde wegen der Coronakrise in den Sommer verschoben. Im Juni fand ein Testmarkt statt, um sicher zu gehen, dass alles bereit ist. Am ersten Freitag im Juli wurde dann offiziell gestartet. Der erste Freitag im Monat ist auch künftig Märet-Tag auf dem Mühleareal. «Der Konsument soll sich langfristig an das Marktdatum erinnern.»

Noch fehlt ein Stand mit frischem Gemüse

Das Konzept sieht vor, dass die Goldfarm einheitliche Marktstände zur Verfügung stellt. Sechs Standbetreiber sollen schlussendlich den Märet bestreiten, wobei immer auch ein Gaststand vorgesehen ist. Die Standbetreiber sollen zur Hauptsache aus der Gemeinde Buchegg stammen. Angestrebt wird von Lätt eine langfristige Zusammenarbeit und eine gemeinsame Weiterentwicklung des Märets. Bisher bestritten vier Standbetreiber den Märet, an dem zusätzlich frisches Brot von der Lüterkofer Bäckerei Ingold verkauft wurde.

Am nächsten Märet, am 2. Oktober, kommt ein weiterer Standbetreiber hinzu, der Fisch verkaufen wird. «Was uns noch fehlt, ist ein Gemüsestand. Hier suchen wir noch Interessierte.» Weil viele potenzielle Gemüsestandbetreiber am Samstag in Solothurn anwesend seien, komme diesen der Freitagabend ungelegen, weil sie dann das Gemüse rüsten müssten. Im November soll es erstmals mit einem Gaststand funktionieren. Laut Lätt wird es ein Standbetreiber aus Biberist sein, der Fotokarten und Puzzles anbietet. «Sicher eine gute Wahl wegen dem Weihnachtsgeschäft.»

Der Goldfarm-Märet dauert von 15 bis 18.30 Uhr. Auf dem Gelände hat es zudem einen Festraum, der während des Marktes als Treffpunkt dient. Dort kann bis 20 Uhr Kaffee oder ein Fürobebier getrunken werden. Michael Lätt hofft, dass sich der Goldfarm-Märet in den Köpfen der Buchegger oder darüber hinaus festsetzt, damit auch er dereinst ein 10-Jahr-Jubiläum feiern kann.

Hinweis: Goldfarm-Märet, Freitag 2. Oktober, 15-18.30 Uhr, Mühle 14, Mühledorf.

Meistgesehen

Artboard 1