Gesellschafterversammlung
Gemeinschaftsantenne Weissenstein positioniert sich weiterhin gut

Die Gemeinschaftsantenne Weissenstein wächst weiter. Das GAW-Gebiet ist zu 57 Prozent mit Glasfaser bis in die Wohnung erschlossen. Bis rund 2030 soll das ganze Gebiet mit einem Glasfaseranschluss bis in die Liegenschaft erschlossen sein. Die Gesellschafter freut’s.

Rahel Meier Jetzt kommentieren
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Dank Glasfasernetz wird das Internet schneller.

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Keystone

Das Geschäftsjahr 2021 der Gemeinschaftsantenne Weissenstein (GAW) war geprägt vom 20-Jahr-Jubiläum und den dazugehörigen Aktivitäten. Corona hatte ebenfalls Einfluss auf die GAW. Der Shop in Gerlafingen war zwei Monate lang geschlossen und der neue Shop in der Solothurner Altstadt konnte mit Verspätung erst im August eröffnet werden.

Danach hätten die Verkäufe aber deutlich angezogen, so Geschäftsführer Marcel Eheim an der jährlichen Versammlung der Gesellschafter. Denn mit dem Shop in Solothurn verkauft die GAW neu auch Fernsehgeräte. Im Shop in Solothurn würden zudem vermehrt persönliche Kundenkontakte geknüpft. Dies habe das Verkaufsteam auch mit der Präsenz an der Heso getan.

Anteil an Glasfasern liegt bei 57 Prozent

Der Glasfaserausbau konnte trotz Coronapandemie weiter vorangetrieben werden. 2021 wurde unter anderem in Horriwil gebaut, wo das alte Netz vollständig durch Glasfasern ersetzt wurde. In Lüsslingen-Nennigkofen wurden ebenfalls die ersten Glasfasersteckdosen installiert. Dort werden die Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen. Eheim dazu:

«Wir nehmen verstärkt wahr, dass unsere Kundinnen und Kunden sich dort, wo das nicht schon geschehen ist, die Erschliessung durch Glasfasern wünschen.»

2021 hat die GAW rund 2,8 Millionen Franken in den Ausbau mit Glasfasern investiert. Knapp 11'000 Liegenschaften und 30’000 Wohnungen sind in der Zwischenzeit mit Glasfaser erschlossen. Die meisten davon bereits bis in die Wohnung. Total wurden 29 Kilometer Kabel verlegt. 105 Gebäude und 600 Wohnungen wurden neu an das Netz der GAW angeschlossen.

Das Marktgebiet der GAW weist laut Eheim rund 53'000 Wohneinheiten auf: Insgesamt seien bereits 57 Prozent mit Glasfaser erschlossen. Vollständig erschlossen sind Solothurn, Langendorf, Biberist, Zuchwil, Derendingen, Horriwil, Subingen und Lüsslingen-Nennigkofen.

Die GAW vermietet auch Glasfasern an andere Telekommunikationspartner, was ein nicht zu unterschätzendes Geschäftsfeld sei. Die GAW baut ihre Netze zudem zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Anbietern. 58-mal musste das Serviceteam ausrücken und Kabelschäden beheben.

Immer mehr Kundinnen und Kunden

Die Anzahl der genutzten Services bei der GAW steigt. Quer über alle Sparten gerechnet, hat der Bestand in den letzten drei Jahren um 9,2 Prozent zugenommen, wie Eheim bemerkte. Die einzelnen Bereiche entwickeln sich jedoch unterschiedlich stark.

Bei der Festnetztelefonie sind die Zahlen insgesamt eher rückläufig, was aufgrund der Technologie auch so erwartet wurde. Eine Zunahme verzeichnet die GAW dafür beim interaktiven Fernsehen. Verstärkt wirbt die GAW zudem um Kundinnen und Kunden im Bereich der Mobiltelefonie. Trotz einer Zunahme für die GAW laufe es allerdings eher verhalten, meint Eheim:

«Trotz Gratisangeboten wechseln die Kundinnen und Kunden ihren Mobilfunkanbieter nur zögerlich. Dabei sind unsere Angebote absolut konkurrenzfähig.»

Trotz der guten Zahlen hat die GAW beim Umsatz 4 Prozent verloren. Eheim führt dies hauptsächlich auf die sinkenden Endkundenpreise zurück. Das heisst konkret, dass die Produkte für die Kundinnen und Kunden günstiger wurden. Die Marge ist in der Telekommunikation rückläufig. Dieser Trend habe sich auch im letzten Geschäftsjahr fortgesetzt. Trotzdem schüttet die GAW 287’000 Franken an die Gemeinden in der Form von Dividenden und Konzessionsausgaben aus.

Starker Zuwachs in Subingen

An der Gesellschafterversammlung wurde die Gemeinde Subingen ausgezeichnet. Sie verzeichnete vom 30. April 2019 bis zum 20. April 2022 das stärkste Wachstum mit 35,4 Prozent neuer Kundinnen und Kunden. Auf Platz 2 folgt Horriwil mit 32,8 Prozent. In beiden Gemeinden wurde das Glasfasernetz in den letzten Jahren ausgebaut.

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