Gemeinderatssitzung
Nachträglicher Antrag der FDP-Fraktion: Soll der Dachstock des Biberister Werkhofschulhauses ausgebaut werden?

Der Gemeinderat Biberist hat einen Antrag der FDP überweisen. Es soll geprüft werden, ob der Dachstock des Werkhofschulhauses auch noch ausgebaut werden soll.

Rahel Meier
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Werkhofschulhaus mit Feuerwehrmagazin, Biberist.

Werkhofschulhaus mit Feuerwehrmagazin, Biberist.

Rahel Meier

Die Biberister Stimmbevölkerung hat der Erweiterung und dem Umbau des Werkhofschulhauses mit Feuerwehrmagazin am 26. September 2021 an der Urne deutlich zugestimmt. Gleichzeitig wurde ein Kredit von 5,7 Mio. Franken bewilligt. Nun hat die FDP-Fraktion den Antrag gestellt, das Projekt nochmals zu überprüfen.

Grund dafür ist die Idee – die von der Lehrerschaft eingebracht wurde –, dass mit einem Ausbau des Dachgeschosses mit vergleichsweise kleinem finanziellem Aufwand zwei zusätzliche Schulzimmer – anstelle der heutigen Lern-Ateliers – erstellt werden könnten.

Zu wenig Klassenzimmer für die Oberstufe

Im Antrag der FDP-Fraktion ist nachzulesen, dass die prognostizierten Schülerzahlen davon ausgehen, dass mittelfristig mindestens fünf Klassen pro Jahrgang an der Oberstufe unterrichtet werden. Aufgrund der räumlichen Situation sei es aber seit einigen Jahren nicht mehr möglich, jeder Klasse ein eigenes Schulzimmer zuzuweisen.

Dem 9. Schuljahr würden zudem heute nur drei vollausgestattete Schulzimmer zur Verfügung stehen – zwei davon würden sich zudem im Gemeindeschulhaus befinden.

Liegt in der Kompetenz des Gemeinderates

Ein Begleitteam der Gemeinde unterstützt die Fachleute beim Umbau des Werkhofschulhauses. Das Begleitteam ist aber der Meinung, dass eine Erweiterung des genehmigten Projektes nicht in seiner Kompetenz liege. Der Gemeinderat müsse darüber entscheiden. Immerhin sei im bewilligten Rahmenkredit eine 20-prozentige Reserve eingeplant, welche zumindest teilweise für die Erschliessung des Dachgeschosses verwendet werden könnte. Weiter schreibt die FDP-Fraktion:

«Der Gemeinderat hätte durch einen entsprechenden Beschluss die Möglichkeit, sich schulraumplanerisch wegzubewegen von der lange praktizierten ‹Salametti-Taktik›, um zumindest eines der drei Oberstufen-Schulhäuser für eine längerfristige Zukunft auszustatten.»

Mit dem Ausbau des Dachgeschosses würden nicht einfach Raumreserven gebildet. Neu würde damit jede Klasse ein Klassenzimmer erhalten.

Die Idee soll überprüft werden

Der Gemeinderat hat den Antrag einstimmig überwiesen. Das Begleitteam soll eine separate (Mehr)-Kostenschätzung für den Dachausbau gemäss den schulischen Bedürfnissen erstellen und beurteilen, ob der Ausbau möglich ist und Sinn ergibt. Die Ergebnisse sollen dem Gemeinderat dann erneut vorgelegt werden.

Geprüft wird auch, ob die Projektänderung überhaupt möglich ist, da der Umbau in anderer Form durch den Souverän bewilligt worden ist. Mit dem Dachausbau würde auch eine energetische Teilsanierung einhergehen, allerdings wird der Umbau verzögert.

Keine Sonderausstellung an der Kilbi

Nicht weiterverfolgt wird der Antrag der SP-Fraktion mit dem Titel «Sonderausstellung an der Kilbi 2023». Die SP wollte, dass die Gemeinde die Kilbi als Plattform nützt, um Projekte, die am Laufen sind, zu präsentieren. Dabei hätten sich auch Firmen oder Institutionen zeigen können.