Gerlafingen
Gemeinderat will nach der Renaturierung der Emme ein «Ämmefescht» im 2021 veranstalten

Gemeinderat Gerlafingen tagt im Alten Spital und spricht über das Agglomerationsprogramm. Zudem reden sie über die Durchführung eines «Ämmefescht».

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Bei der Bogenbrücke wurde mit der Renaturierung der Emme begonnen.

Bei der Bogenbrücke wurde mit der Renaturierung der Emme begonnen.

zVg

Am 30. Mai 2021 soll in den Anstössergemeinden längs der Emme von der Kantonsgrenze bis zur Mündung in die Aare ein Dörfer verbindendes «Ämmefescht» gefeiert werden. Der Grund liegt in der offiziellen Einweihung der Emme-Renaturierungsmassnahmen von der Gerlafinger Bogenbrücke bis hin zum Emmespitz.

Der Gerlafinger Gemeinderat, der auf Einladung auswärts im Alten Spital in Solothurn tagte, berief sein Organisationskomitee. Es besteht aus Angehörigen der Bürger- und der Einwohnergemeinde Gerlafingen. Sie wollen die ehemalige Öl-Auffangwanne an der Emme in einen gemütlichen Festplatz verwandeln. Von hier aus sind zudem die anderen «Dorfplätze» in Biberist, Derendingen und Luterbach, die eigens in Flussnähe für das Ämmefescht eingerichtet werden, ebenfalls gut erreichbar.

In Kenntnis des Rechenschaftsberichts Schule und der Jahresberichte über das Schuljahr 2019/20 war sich der Gemeinderat einig, dass die Gerlafinger Schulen die Coronakrise bisher hervorragend gemeistert haben. Dank fachkundiger Mitarbeitender im Lehrkräfteteam habe der anforderungsreiche Unterricht mit einem regelrechten «Digitalisierungsschub» beeindruckend bewältigt werden können.

Solidarisch mit der Region bleiben

Der Besuch im Alten Spital vermittelte den Gemeinderäten einen nachhaltigen Eindruck, warum derartige regional genutzte Einrichtungen breiter Unterstützung bedürfen. Die Regionalplanung Repla hatte vor Jahren die verpflichtenden Unterstützungsbeiträge genau aufgelistet. «Wir haben die Vereinbarung nicht unterschrieben als Folge unserer damaligen Kassenlage», so Gemeindepräsident Philipp Heri. Gerlafingen habe aber die Beiträge drei Mal voll und ein Mal halb bezahlt. Die Ratsmehrheit sprach sich für ein solidarisches Verhalten aus. Allerdings mit der Einschränkung, dass die Beitragshöhe in der Kostenbeteiligung an regionale Institutionen in der Periode 2021/24 erst nach dem vorliegenden Jahresrechnungsergebnis entschieden wird.

Heri informierte die Ratsmitglieder, dass die Gespräche mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Besetzung des Postens als Gemeindeverwalter/in erfolgreich abgeschlossen seien. Im Oktober werde die Wahl im Rat erfolgen.

Projekt in Utzenstorf einbeziehen

Weiter nahm der Gemeinderat Kenntnis vom Agglomerationsprogramm Solothurn 4. Generation und verabschiedete den Vernehmlassungsfragebogen mit den besprochenen Bemerkungen. So wird unter anderem gewünscht, die (Schwer-)Verkehrssituation in Zusammenhang mit dem Projekt Digitec/Post in Utzenstorf in den Betrachtungsperimeter einzubeziehen.

Die geplanten Massnahmen in Gerlafingen sind die Entwicklung des Bahnhofareals, das Mobilitätsquintett Wasseramt (Verkehr zwischen Gerlafingen, Biberist, Kriegstetten, Derendingen und Zuchwil), das Besucherinformations- und Führungskonzept Emme sowie die Aufwertung des Sackmooswaldes. Gestützt auf das Agglomerationsprogramm entscheidet der Bund über seine Kostenbeteiligung zwischen 30 bis 50 Prozent. (gku/mgt)

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