Gemeindepräsidien
Stille und unbestrittene Wahlen in Rüttenen, Feldbrunnen-St. Niklaus und Oberdorf

Markus Boss wird Gemeindepräsident von Rüttenen. Anita Panzer bleibt Gemeindepräsidentin von Feldbrunnen. In Oberdorf steht nur Marc Spirig zur Verfügung.

Judith Frei
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Markus Boss

Markus Boss

Michel Lüthi
Anita Panzer

Anita Panzer

Michel Lüthi

Michel Lüthi

Rüttenen und Feldbrunnen haben hinsichtlich der Gesamterneuerungswahlen des Gemeinderats eine Gemeinsamkeit. In beiden Gemeinden war am 25. April die FDP die grosse Gewinnerin des Tages. In Rüttenen holten sich die Freisinnigen ihren vierten Sitz im 9-köpfigen Gemeinderat zurück, den sie vier Jahre zuvor verloren haben.

Einen Sitzgewinn für die FDP gab es auch in Feldbrunnen-St. Niklaus, wo die Partei nun 5 von 7 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte stellt. Und damit ist noch nicht Schluss mit den Gemeinsamkeiten. In beiden Gemeinden machte an jenem 25. April jene Person das beste Ergebnis aller Kandidierenden, die die FDP für das Gemeindepräsidium vorgesehen hat.

Angesichts des guten Abschneidens von Partei und den Kandidierenden für das jeweilige Gemeindepräsidium ist es nicht überraschend, dass es nun in Rüttenen sowie in Feldbrunnen-St.-Ni­klaus zu stillen Wahlen kam.

In Feldbrunnen-St. Niklaus kommt es somit zu einer dritten Legislatur von Anita Panzer als Gemeindepräsidentin. In Rüttenen übernimmt Markus Boss neu das Amt und tritt damit die Nachfolge seines Parteikollegen Gilbert Studer an.

Vorfreude auf den Start der neuen Legislatur

Er werde noch im Mai mit seinem Vorgänger zusammensitzen, berichtet Markus Boss, der ab 1. Juli offiziell das Amt als Gemeindepräsident von Rüttenen übernimmt. «Ich freue mich, wenn es losgeht. Wenn wir uns als neu zusammengesetzter Gemeinderat organisieren können. So, dass wir möglichst effizient und abgestimmt aufeinander arbeiten können.»

Zwar wurde Markus Boss still gewählt, die Gewissheit, dass die Rüttenerinnen und Rüttener hinter ihm stehen, hat er dennoch. Sein Wahlergebnis vom 25. April spricht eine deutliche Sprache. Markus Boss erzielte mit 432 Stimmen das beste Resultat aller Kandidierenden. Mit 335 Stimmen hat der zukünftige Vizepräsident das zweitbeste Resultat gemacht. Sein Abschneiden habe ihn selber überrascht. «Ich war ja bislang zwar in der Gemeinde aktiv, aber nicht im Gemeinderat.»

Vereinbarkeit von Beruf und politisches Amt?

Bei Markus Boss, CEO der Regiobank Solothurn, stellt sich noch die Frage, ob er beide Aufgaben unter einen Hut bringt. Er habe sich seine Kandidatur gut überlegt, sagt Boss. «Hätte ich nicht die Auffassung, dass es gut funktioniert, hätte ich mich nicht zur Wahl aufstellen lassen.» Bei der Bank laufe es ausgezeichnet und er könne sich sehr gut organisieren.

Klar ist auch schon, wer in Rüttenen die rechte Hand vom neuen Gemeindepräsidenten ist. Der Vizepräsident wurde ebenfalls still gewählt. Es ist der Bisherige, ­Simon Knellwolf (Grüne). «Ihn kenne ich schon lange», sagt Boss, «ich freue mich auf die Zusammenarbeit und bin froh um seine Erfahrung, die er aus der letzten Legislatur mitbringt».

Schulhausprojekt ist in der dritten Legislatur zentral

Anita Panzer mangelt es nicht an Erfahrung. Nach der stillen Wahl in Feldbrunnen-St. Ni­klaus steht fest, dass sie nun in ihre dritte Legislatur als Gemeindepräsidentin steigt. «Das Amt macht mir nach wie vor grosse Freude», sagt sie. Zudem stehe man mitten im Schulhausprojekt. «Ich freue mich darauf, mitzuhelfen, dieses zu Ende zu führen», sagt die bisherige und zukünftige Gemeindepräsidentin von Feldbrunnen-St. Ni­klaus.

Im neuen Gemeinderat sind fünf von sieben Gemeinderäten aus der FDP. Ist der Job als Gemeindepräsidentin einfacher mit so vielen Parteikolleginnen und -kollegen im Rücken? Panzer: «Während der Legislatur spielt das Parteibüchlein keine grosse Rolle. Es gibt auch innerhalb der Partei kontroverse Diskussionen.» Ob diese dritte ihre letzte Legislatur ist, weiss Panzer noch nicht. «Um dies zu beantworten, ist es noch etwas zu früh», sagt Panzer und lacht.

Auch stille Wahlen in Oberdorf

Auch in Oberdorf kam es zu stillen Wahlen. Dagmar Rösler Schor (Forum Oberdorf) ist in der kommenden Legislatur die Vizegemeindepräsidentin. Da in Oberdorf der Gemeindepräsident nicht still gewählt werden kann, kommt es am 13. Juni zur Wahl.

Der einzige Kandidat ist Marc Spirig (FDP), der sich im 2020 gegen Ueli Kölliker (Forum Oberdorf) durchsetzte und damit die Nachfolge von Patrick Schlatter (CVP) antrat.

Marc Spirig

Marc Spirig

Zvg

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