Flumenthal
Etwas später als üblich aber: Die Uferschwalben brüten und erfreuen viele Naturinteressierte

In der künstlich angelegten Brutwand in Flumenthal wurden rund 200 Brutröhren gegraben. Die Vögel kamen aber später als sonst üblich.

Rahel Meier
Merken
Drucken
Teilen
Die Uferschwalben haben die künstlich angelegte Brutwand in Beschlag genommen und graben fleissig Brutröhren.

Die Uferschwalben haben die künstlich angelegte Brutwand in Beschlag genommen und graben fleissig Brutröhren.

Hansjörg Sahli

Jonas Lüthy (wissenschaftlicher Mitarbeiter, Amt für Raumplanung, Abteilung Natur und Landschaft) hatte schon fast aufgegeben. Normalerweise beginnen die Uferschwalben Mitte April mit Brüten. Aber keiner der Vögel zeigte sich bei der neu angelegten künstlichen Brutwand in Flumenthal.

Gegen Ende Mai kamen die Uferschwalben dann aber plötzlich in Scharen: Rund 200 Brutröhren wurden in der Zwischenzeit in die Sandwand gegraben. «Mit so vielen Brutpaaren haben wir tatsächlich nicht gerechnet», so Lüthy.

Schwalben lassen sich beobachten

Die Brutwand ist in der Zwischenzeit zum Ausflugsziel geworden: Interessieren spazieren gerne dort vorbei und betrachten das emsige Treiben. Lüthy:

«Die Uferschwalben sind nicht scheu. Sie lassen sich von Zuschauern nicht stören, solange diese hinter den Markierungen und auf den Wegen bleiben.»

Die Uferschwalbe ist die kleinste europäische Schwalbenart. Sie brütet in Kolonien und bewohnt sandige Steilwände an Flussufern und in Kiesgruben. Die Kolonien können einzelne bis einige Hunderte Brutpaare umfassen.

Junge vor Füchsen geschützt

«Beim Bau der künstlichen Brutwand kommt es auf die richtige Sandmischung an. Die muss genau stimmen», erklärt Jonas Lüthy. Die Sandmischung muss locker genug sein, so dass die Uferschwalben mit ihren Schnäbeln und Füsschen graben können und fest genug, damit die Brutröhren nicht einstürzen. Zum Schutz vor Füchsen wurde zudem ein kleiner solarbetriebener Elektrozaun erstellt.

Flussregenpfeifer an der Emme

Auch an der Emme, in Biberist und Zuchwil, hat man Erfolg mit den Massnahmen zugunsten gefährdeter Tiere. Drei Brutpaare des Flussregenpfeifers haben sich dort in der Zwischenzeit niedergelassen und versuchen zu brüten und Junge aufzuziehen.