Biberist

Firma verzichtet aufs Jubiläumsfest und spendiert dem Gewerbe stattdessen Kleber

Die Sowas AG aus Biberist hat das Beste aus der Coronakrise gemacht und beschenkt ihre Kundschaft und Gewerbetreibende mit einem speziellen «Lockdown-Set». Dafür wird auf die Feier zum 20-Jahr-Jubiläum verzichtet.

«Mir hei offe». Die grünen runden Kleber leuchten seit dieser Woche der Kundschaft vieler Läden und Gewerbebetriebe in Biberist, Lohn-Ammannsegg, aber auch in der Stadt Solothurn entgegen. Produziert wurden die Kleber in der Sowas AG. Gegründet vor 20 Jahren in Solothurn, befinden sich die Produktionsräume der Firma heute an der Girizstrasse in Biberist.

Wegen der Coronakrise hat Inhaber Werne Feller auf den Tag der offenen Türe und eine Jubiläumsfeier verzichtet. Das Budget für diesen Anlass hat er statt dessen genutzt, um seine Kundschaft sowie die Mitglieder der Gewerbevereine Biberist/Lohn-Ammannsegg und Solothurn mit einem «Wiedereröffnungs-Set für die Zeit nach dem Lockdown» zu beschenken.

Alles nach den Vorgaben des BAG

Zum Kleberkit gehört neben dem «Mir hei offe»-Kleber ein Eingangssticker nach den Vorgaben des BAG (Bundesamt für Gesundheit), in dem angeschrieben werden kann, wie viele Kunden den Laden oder die Werkstatt betreten dürfen und wann geöffnet ist. Auch ein Wartepunkt, der auf den Boden geklebt werden kann und die Abstandslinie wurden beigelegt. Schliesslich kam noch das Plakat des Kantons «zäme uf Distanz» dazu. Da die Aktion sehr gut ankam, wird das Set nun an zwei Verkaufstellen zum Selbstkostenpreis angeboten. Insgesamt 800 Firmen kamen so in den Genuss der Spezialsendung. Produziert wurden total 1200 Sets.

«Angefangen haben wir mit unserer Firma mit Beschriftungsgestaltungen», erklärt Feller. Diese ist heute noch das Kerngebiet der Firma. Feller selbst beschäftigt sich vermehrt mit Konzepten für den öffentlichen Raum und Ausstellungen. In beiden Bereichen geht es aber in erster Linie um Kommunikation. Und so kommt Feller wieder auf den «Mir hei offe»-Kleber. «Damit können die Geschäfte signalisieren, dass ihre Türen für Kundschaft offen sind. Je mehr solche Kleber zu sehen sind, desto grösser wird der Wiedererkennungseffekt», ist Feller sich sicher. Und hofft, dass damit auch die Solidarität mit dem lokalen Gewerbe intensiviert wird. Für die kleineren Läden sei es zudem nicht ganz einfach, sich im Kommunikations-Durcheinander zurechtzufinden. «Dieses Set bietet die Lösung für die Wiedereröffnung und kommuniziert durch Ihr Erscheinungsbild des BAG auch korrekt.»

Zwei Verkaufspunkte eingerichtet

Feller hat zudem festgestellt, dass diverse Firmen aus  dem Verkauf von Eingangs- und Bodenklebern Profit schlagen. «Solche Kleber werden zum Teil zu horrenden Preisen verkauft.  Schlimm finde ich es zudem, dass teilweise sogar neue Signete kreiert werden, obwohl das BAG die Vorlagen zur Nutzung zum Schutz der Bevölkerung bereitstellt.» Die Bevölkerung erkenne in der Zwischenzeit die Plakate und Kleber, die das BAG herausgegeben hat und wisse, was diese bedeuten.

Das Kleberkit wurde von der Sowas AG hergestellt, bei Design und Text hat aber auch noch die C&H Werbeagentur AG aus Solothurn mitgeholfen. «Wir arbeiten oft zusammen, Charlie Schmid, einer der Inhaber, war begeistert hier mitzumachen.», erklärt Feller. Er ist auch eine der treibenden Kräfte hinter der Solidarität-Kampagne «ShopIN» des Solothurner Stadt- und Gewerbeverband und von der Standortförderung Einzel-aber auch Espace Solothurn.

Die beiden Verkaufsstellen sind Quickmedia, Gurzelngasse 11, Solothurn und Foto Grossen, Hauptstrasse 30, Biberist

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