Feldbrunnen-St. Niklaus

Es wird noch mehr Rückstau im Dorf erwartet

Der Ausbau auf zwei Spuren für die asm ist umstritten.

Der Ausbau auf zwei Spuren für die asm ist umstritten.

Der Ausbau auf zwei Spuren für das «Bipperlisi» stösst in Feldbrunnen-St. Niklaus nicht auf allzu viel Gegenliebe.

Der Gemeinderat Feldbrunnen-St. Niklaus hat sich das Projekt für die Sanierung der Baselstrasse in Solothurn und den Zweispurausbau bis St. Katharinen an seiner letzten Sitzung präsentieren lassen. Die Realisierung dürfte wohl nicht vor 2023/24 erfolgen. Die Mitwirkung läuft noch bis zum 16. August. Der Gemeinderat hat seine Vernehmlassung bereits abgegeben.

Der Gemeinderat befindet das Bauprojekt als «durchaus gut», es bringe Verbesserungen. Er steht dem Projekt aber skeptisch gegenüber, weil er davon ausgehen muss, dass sich wegen der Pförtneranlage St. Katharinen der Rückstau zu den Stosszeiten durch Feldbrunnen massiv vergrössern wird. Dies verschlechtere die Lebensqualität, verhindere das Einfahren auf die Baselstrasse und verstärke in unzumutbarer Art und Weise die Spaltung des Dorfes in zwei Teile. Dabei macht der Gemeinderat darauf aufmerksam, dass bereits die in den Jahren 2015 bis 2017 erfolgte Sanierung der Bahnübergänge für den südlichen Teil des Dorfes zu einer massiven Verschlechterung der Einfahrtssituation in die Baselstrasse (Reduktion von 4 auf 2 Bahnübergänge mit Schranken), sowie zu einer deutlichen Zunahme von Staus geführt habe.

Das Dorf soll von Staus entlastet werden

Der Gemeinderat will dem Projekt deshalb erst zustimmen, wenn Entlastungsmassnahmen für Feldbrunnen-St. Niklaus vorgesehen werden. Beispielsweise durch eine weitere Pförtneranlage beim östlichen Dorfeingang. Diese könnte die Strecke von Riedholz her durch den Wald als Stauraum nutzen und würde nicht ein lebendiges Dorf zerschneiden. Im Hinblick auf die Einführung des Viertelstunden-Taktes fordert der Gemeinderat Feldbrunnen-St. Niklaus zudem die Überprüfung, ob das Doppelgleis bis über den Bahnübergang Sandmattstrasse wirklich nur dort möglich ist. Es sind Varianten mit anderen Kreuzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Gemeinde bevorzugt eine Weiterführung des heutigen Zustandes und ist nicht bereit, sich am Projekt und an den Projektkosten zu beteiligen.

Verbindungen für Langsamverkehr verbessern

Bemängelt wird weiter der Veloweg ab Bahnhof St. Katharinen bis zur Sandmattstrasse in Feldbrunnen-St. Niklaus, der zu schmal ist und ungesichert gegen die Geleise hin. Eine Verbreiterung wäre laut Gemeinderat angebracht. Zudem müssten die Schülerinnen und Schüler die mit dem Velo ins Schützenmattschulhaus nach Solothurn wollen zwei Mal die Geleise queren, was als suboptimal eingeschätzt wird. Ebenso sollte die Situation sowohl bezüglich Trottoirs, als auch bezüglich der Querungen für die Fussgänger verbessert werden. Als notwendig erachtet der Gemeinderat zudem den behindertengerechten Ausbau der Bahnhaltestellen.

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