Wie dem Einspracheentscheid, der der Redaktion vorliegt, nachzulesen ist, entspricht das eingereichte Baugesuch den Anforderungen an die kantonale Baugesetzgebung. Auch die USG- UND NISV-Schutzbestimmungen (Umweltschutzgesetz und Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung) seien eingehalten. Die Einsprecher hatten im Wesentlichen die nicht standortgebundene Nutzung der Anlage, eine übermässige Belastung des Perimeters und die fehlende Zonenkonformität, gerügt. Ganz allgemein haben sich die Gemüter in Kriegstetten über den Entscheid des Kirchgemeinderates erhitzt, den Turm für den Einbau der Antenne zur Verfügung zu stellen.

Laut Entscheid der Bau- und Werkkommission der Gemeinde Kriegstetten (BWK) handle es sich bei der Antenne nicht um eine Baute im üblichen sinn, weil die Antenne nicht sichtbar im Kirchenturm eingebaut werden soll. Die Rüge der fehlenden Zonenkonformität sei daher unbehelflich. Gemeinden und Kantone könnten zwar Einfluss auf den Standort von Mobilfunkanlagen nehmen, im Rahmen ihrer bau- und planungsrechtlichen Zuständigkeiten sind sie grundsätzlich befugt, Bau- und Zonenvorschriften in Bezug auf Mobilfunkanlagen zu erlassen, sofern die die bundesrechtlichen Schranken, die sich insbesondere aus dem Bundesumwelt- und Fernmelderecht ergeben, beachten. In Kriegstetten wurde aber von dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht.

Gegen den Entscheid der BWK kann innert zehn Tagen beim Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn schriftlich Beschwerde eingereicht werden.