Die Ermittlungen im Umfeld des umstrittenen Psychiaters Samuel Widmer weiten sich aus: Polizisten haben am Samstagvormittag erneut die Räumlichkeiten der Kirschblüten-Gemeinschaft in Lüsslingen-Nennigkofen durchsucht. Die Solothurner Staatsanwaltschaft bestätigt entsprechende Informationen dieser Zeitung.

Die Ermittler seien «neuen und konkreten Hinweisen» in den laufenden Strafverfahren gegen mehrere Mitglieder der Gemeinschaft nachgegangen, sagt Jan Lindenpütz von der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Zu weiteren Details will sich die Anklagebehörde aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht äussern.

Bereits im vergangenen Winter durchsuchten Ermittler mehrere Häuser der Kirschblüten-Gemeinschaft. Die Staatsanwaltschaft eröffnete daraufhin Verfahren gegen vier Mitglieder.

Den Beschuldigten werden «Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz» vorgeworfen. Der 21-jährige Sohn von «Guru» Samuel Widmer wurde im Zuge der Ermittlungen verhaftet. Er sass während mehreren Tagen in Untersuchungshaft.

Unbestätigten Meldungen zufolge soll er für seinen Vater und dessen Klienten als Drogenkurier gearbeitet haben.

Aussteiger der Kirschblüten-Gemeinschaft berichteten, dass Widmer bei seinen Therapien illegale Drogen wie LSD oder Ecstasy eingesetzt haben soll. Ein Reporter der ARD-Sendung «Beckmann» entlarvte den Drogenkonsum bei einer verdeckten Recherche in einem von Widmers Seminaren. Es gilt die Unschuldsvermutung. (sva)

Update folgt…

Ein Bericht von der Razzia im März 2015:

Razzia bei Kirschblütler

Razzia bei Kirschblütler