Aufregung herrscht im feudal eingerichteten Wohnzimmer der wohlhabenden Notarfamilie Weiler. An diesem Tag nämlich soll Sohn Sebastian (Silvan Kocher) den Vertrag unterzeichnen, der ihm zu einem umjubelten Fussballstar verhelfen soll. Mutter Julie Weiler (Vrenie Plüss Moser) – hin und weg vor Begeisterung – lässt sich seine Aufstiegschancen vom distinguierten Butler Felix (Nicolas Vögeli) erklären. Kein leichtes Unterfangen für ihn, ist er doch überzeugt, dass der Dame gewisse Voraussetzungen zum Verstehen fehlen. Auflockerung bringt das lebensfrohe, unbeschwerte polnische Dienstmädchen Mahire (Maria Ansari) mit ihrem erheiternden Akzent und den vielen Verwechslungen der deutschen Redensarten. Etwa, wenn sie Gärtner Paul (Marco Biberstein), der ihr eine rote Rose schenkt, zum Tulpenkavalier macht.

FC-Vereinspräsidentin Doris Bolliger und Fussballtrainer Alex Baranek (Petra Kölliker/Hans-Jörg Oetterli) treffen schliesslich mit dem Vertrag samt einem Koffer voller Geldnoten ein. Zur gleichen Zeit überfallen zwei Bankräuber (Bianca Gisiger/Lukas Rätz) die örtliche Sparkasse. Die temperamentvolle Polizistin Susanne Baumann (Murielle Phillot) platzt mit der Nachricht herein, dass sich die flüchtenden Bankräuber wahrscheinlich auf dem Grundstück der Weilers verstecken. Von nun an geht im Haus und Garten alles drunter und drüber.

Kuriose Situationen

Mit dem Stück «Änte zum Aapfiff» präsentiert die Turbenbühne unter der Regie von Lotti Flury eine witzige Komödie von Wolfgang Binder. Die zehn Spielenden zeigen viel Herzblut und garantieren mit den humorvollen, witzigen Passagen und den kuriosen Situationen unbeschwerte Minuten. Denn in der Komödie weiss bald keiner mehr, wer er wirklich ist. «Bewusst haben wir eine Verwechslungskomödie und keine Beziehungs- oder Liebesgeschichte gewählt», sagt Lotti Flury. Sie achte zudem in der Stückwahl darauf, dass die Anzahl der Einsätze für alle in etwa gleich sind und dass mindestens zehn Personen mitspielen können. An Nachwuchs fehlt es der Theaterbühne, die im nächsten Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, nicht. Die beiden Neuen, Vrenie Plüss Moser und Murielle Phillot, bestehen die Feuertaufe und äussern sich begeistert, in der Turbenbühne mitspielen zu dürfen.

Turbensaal Bellach Mi. 27., Fr. 29. und Sa. 30. März um 20 Uhr; So. 31. März um 14 Uhr. Warme Küche zwei Stunden vor den Aufführungen.