«In unserem Dorftheater geht es nicht nur um die Leistung des Ensembles, sondern auch darum, dass die Besucher die Akteure auf der Bühne ganz anders erleben dürfen als im normalen Leben», sagt Adrian Zbinden, Präsident der Theatergruppe. Das Publikum darf sich auf einen zwerchfellerschütternden Abend freuen. Im Wohnzimmer von Kurt Bachmann (Patrick Lehmann) geschehen nämlich erstaunlich verrückte Situationen und schleierhafte Irreführungen.

Seit zwei Jahren arbeitslos, hat es der Hausherr immer noch nicht geschafft, seine Ehefrau Nelly (Monika Nünlist) über sein Schicksal zu orientieren. Die Rente, die das Sozialamt irrtümlicherweise ungebrochen für den längst nach Kanada ausgewanderten Untermieter Märki ausbezahlt, kommt ihm gelegen. Mit viel Fantasie gelingt es ihm, «die Quelle effizienter sprudeln zu lassen». Kontinuierlich füllt sich sein Haus mit einer Vielzahl von erfundenen, hilfsbedürftigen Personen, die auf Sozialbeiträge angewiesen sind. Eingeweiht ist einzig der im Spital arbeitende Onkel Otti (Adrian Zbinden).

Geldsegen ist gefährdet

Mit der Zeit macht sich Bachmanns schlechtes Gewissen bemerkbar. Als er beschliesst, seine geldbringenden Personen sterben oder verschwinden zu lassen, steht prompt der Beamte Abächerli (Roger Schmid) vor der Tür zwecks Stichprobe des Sammelsuriums von Auszahlungen. Die Täuschungsmanöver und Dialoge im Pingpong-Spiel nehmen ihren Lauf. Kurt Bachmann, Onkel Otti und Untermieter Benni Appenzeller (Michael Zbinden) wissen bald nicht mehr, wer nun eigentlich wer ist. Da hilft auch das «Dureschnuufe» von Eheberaterin Dr. Emanuela Trost (Claudia Gubser) nicht mehr.

Keine Entwirrung bringen ebenfalls die besorgte Sozialarbeiterin Erika Wyss (Thérèse Hofer) und der wohlüberlegte Bestatter Graber (Markus Schmid). Schicksalhaft erweist sich schliesslich das Erscheinen der resoluten Vorsteherin des Sozialamtes, Salome Zöbeli-Marthaler, (Emanuela Schönholzer). Für sie geht mit diesem Auftritt ein seit 20 Jahren gehegter Wunsch in Erfüllung, einmal Theater zu spielen.