Beseitigte Altlasten

Die Günsberger Abwasserkasse saniert die Wasserkasse

Die Wasserversorgung weist ein Minus von 204'832 Franken auf, die Abwasserbeseitigung steht mit 605'258 Franken im Plus.

Die Wasserversorgung weist ein Minus von 204'832 Franken auf, die Abwasserbeseitigung steht mit 605'258 Franken im Plus.

Die Gemeindeversammlung Günsberg genehmigte die Rechnung und beseitigte Altlasten.

Gemeindepräsident Rolf Sterki begrüsste 25 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zur Gemeindeversammlung mit Coronakonformer Sitzordnung. Der Finanzverantwortliche Andreas Bühler stellte die Rechnung vor, die mit einem Aufwandüberschuss von 93'924 Franken um 127400 Franken besser als budgetiert abschloss. Tiefere Ausgaben und höhere Steuereinnahmen waren für dieses Ergebnis verantwortlich.

Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 579'950 Franken. Budgetiert waren 934'200 Franken. Einige Arbeiten bei der Renovation des neuen Schulhauses werden auf die Folgejahre verschoben. «Das negative Rechnungsergebnis und die Renovation des Schulhauses belasten das gesamte Finanzwesen», stellte Sterki fest. Die Nettoverschuldung pro Kopf stieg von 170 auf 1580 Franken.

Einige Altlasten wurden aus dem Weg geräumt

Der Gemeindepräsident ist froh, dass an der Gemeindeversammlung einige leidige Pendenzen aus dem Weg geräumt werden konnten. «Der Kanton sitzt uns schon lange im Nacken, weil das Eigenkapital bei Wasser- und Abwasserversorgung nicht ausgeglichen ist.» Die Wasserversorgung weist ein Minus von 204'832 Franken auf, die Abwasserbeseitigung steht mit 605'258 Franken im Plus. Die Anwesenden stimmten einer einmaligen Umbuchung von 470'000 Franken zu, um die Konten auszugleichen. Mit der Anpassung der Wasser- und Abwassergebühren wird der Gemeinderat dafür sorgen, dass nicht erneut ein Ungleichgewicht entsteht.

Eine weitere Pendenz ist ein Widerspruch in der Gemeindeordnung. Laut Reglement verfügt der Gemeinderat über eine Kompetenz für nicht budgetierte, einmalige Ausgaben von 50'000 Franken und von 10'000 Franken für jährlich wiederkehrende Ausgaben. Die Kompetenz der Gemeindeversammlung ist im Reglement mit 30'000 Franken beziehungsweise 5000 Franken aufgeführt. Der Souverän stimmte dem Antrag des Gemeinderates zu, die Kompetenz der Versammlung an diejenige des Gemeinderates anzupassen.

Auch mit der Anpassung der DGO beseitigte der Gemeinderat eine Altlast. Er will die Lohnklassen für Verwaltungsangestellte auf ein marktübliches Niveau anheben. Zudem soll den Angestellten ein Beitrag an die Nutzung privater Mobiltelefone vergütet werden.
Erneuerung der Wasserleitung günstiger als erwartet

Erfreuliches vermeldete Markus Jungen (Bau und Verkehr). Die Sanierung der Wasserleitung in der Balmstrasse kann für 354'000 Franken realisiert werden. Gerechnet wurde ursprünglich mit 600000 Franken. Der Kredit für die erste Etappe von 325'000 Franken wurde um 90'000 Franken unterschritten. Für die zweite Etappe West sind 49'000 Franken veranschlagt. Für die restlichen 200 Meter stimmten die Anwesenden einem weiteren Investitionskredit von 70'000 Franken zu.

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