Einer der Einsprecher wohnt in einer Liegenschaft, bei der auch nach dem Einbau eines lärmdämmenden Belages die Immissionsgrenzwerte überschritten werden. Er beantragt deshalb, dass der Erleichterungsantrag aufzuheben sei und anstelle dessen die Fenster der strassenzugewandten Wohn- und Schlafräume mit Schallschutzfenstern auszurüsten seien. Besonders störend seien die Motorengeräusche all derjenigen, die sich nicht an die Geschwindigkeit halten würden. Zusätzlich störend sei der Lärm zu den Hauptverkehrszeiten. Schliesslich merkte der Einsprecher an, dass ein Schachtdeckel, der sich in unmittelbarer Nähe befinde, beim Überfahren stark unangenehm wirke und dass seit der Verkehrsberuhigung in der Schulhausstrasse mehr Verkehr durch die Dorfstrasse rolle.

Der Regierungsrat macht deutlich, dass der Einbau von Schallschutzfenstern nur dann angesagt sei, wenn die Alarmwerte bei einer Liegenschaft überschritten würden. Dies sei im vorliegenden Fall nicht so. Die Berechnung des Lärmpegels sei zudem schweizweit geregelt, und es werde ein Jahresmittelwert ausgerechnet. Diese Beurteilungspraxis sei in der Lärmschutz-Verordnung definiert. Der Regierungsrat fordert aber das Kreisbauamt auf, den bemängelten Schachtdeckel auf Schäden zu überprüfen und gegebenenfalls Massnahmen in die Wege zu leiten.

Der zweite Einsprecher hat vorgeschlagen, eine zeitlich begrenzte Tempo-30-Zone zwischen Coop und Kirche einzurichten. Dazu möchte er, dass Lärmmessungen durchgeführt werden. Weiter bemängelt er die Ausfahrt an der Dorfstrasse 18, die unübersichtlich und gefährlich sei. Eine Geschwindigkeitsreduktion würde diese Ausfahrt sicherer machen. Auch der zweite Einsprecher brachte an, dass wegen der Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf der Schulhausstrasse nun mehr Verkehr durch die Dorfstrasse rolle.

Der Regierungsrat macht deutlich, dass Verkehrszählungen ergeben haben, dass der Verkehr nicht wesentlich zugenommen habe. Die Einführung einer Tempo-30-Zone sieht der Regierungsrat nicht als Option, da sich auch die Gemeinde gegen Tempo 30 entschieden hat. (rm/rrb)