Zuchwil

«Der Kunstrasenplatz ist fast ein wenig Luxus» – es gibt aber auch noch Verbesserungen anzubringen

Das Kunstrasenfeld beim Sportzentrum wird bereits von auswärtigen Klubs für Trainingslager genutzt.

Das Kunstrasenfeld beim Sportzentrum wird bereits von auswärtigen Klubs für Trainingslager genutzt.

Der neue Kunstrasenplatz beim Sportzentrum Zuchwil wird seit bald einem halben Jahr genutzt.

Der Fussballclub Zuchwil gewöhnt sich langsam an den neuen Standort neben dem Sportzentrum. Noch haben die Fussballer dort kein Clubhaus, aber das Kunstrasenfeld steht seit dem 1. Oktober 2019 bereit und wird auch intensiv genutzt. Nun wurde Kritik laut, der Platz sei zu rutschig.

Der FC Zuchwil hat bereits mehrere Testspiele auf dem neuen Kunstrasenfeld gespielt. «Negatives habe ich nicht gehört», erklärt Club-Sportchef Berat Fetaj. Im Gegenteil: Er sei begeistert vom Kunstrasen. «Es ist der beste Platz im Kanton», sagt er mit Überzeugung. Kleinere Nachteile, an die man sich aber rasch gewöhne, seien die Höhe der Fasern sowie das Rutschrisiko bei Nässe.

Optimierungsbedarf bei den Toren

Begeistert ist auch der Präsident des FC Zuchwil, Michael Marti. «Ich selber habe einmal darauf gespielt, das ging gut. Ich trainiere zudem Junioren. Von diesen habe ich nur Positives gehört. Es ist fast ein wenig Luxus.»

Es gebe aber schon noch Verbesserungen anzubringen. «Die Tore sind zu schwer für die Junioren. Da besteht Optimierungsbedarf.» Und jetzt, in der Winterzeit, sei der Platz etwas rutschig. «Wir werden dann im Sommer sehen, wie rutschig der Platz sein wird, wenn wir diesen bewässern müssen.» Bei welchen Temperaturen und Bedingungen das Kunstrasenfeld gewässert werden muss, ist vorgegeben. Das wird aber vor allem in der warmen Jahreszeit sein. Jetzt in der Regenzeit sei der Platz eine «Topsache». «Da können sicher nicht alle Fussballvereine in der Region trainieren.»

Der Platz wird schon rege von Auswärtigen genutzt

Die Vereine können aber nach Zuchwil kommen und den Kunstrasenplatz mieten. Für die Vermietung zuständig ist Marcel Siegenthaler, Sportchef im Sportzentrum Zuchwil. «Bisher hat vor allem der FC Zuchwil auf dem Kunstrasen trainiert, aber seit Januar kommen auch auswärtige Vereine», sagt Siegenthaler. Die Preise sind auf der Internetseite einsehbar. Eine Trainingseinheit von 90 Minuten kostet 250 Franken, auf dem halben Feld noch 140 Franken. Ein Match auf dem sattgrünen Plastik kostet 350 Franken. «Zur Hauptsache wird das Kunstrasenfeld vom FC Zuchwil benutzt, aber vor allem tagsüber können wir den Platz für Kurse oder Trainingslager vermieten», erklärt Siegenthaler.

Vor kurzem spielten beispielsweise Basler Junioren auf dem Kunstrasen. Der FC Old Boys organisierte ein Trainingslager für seine Jungmannschaften. Mit dabei war der ehemalige Profifussballer Gilles Yapi, der sich sehr zufrieden äusserte mit dem Kunstrasen. Er zeigte dann aber auch die Schwächen auf, etwa wenn der Fussball langsam rollt und leichte Richtungsänderungen erfährt. «Er muss noch eingespielt werden», so sein Fazit.

Kunstrasen ohne Zusatz von Plastikgranulat

Das bestätigt Siegenthaler. Der Plastikrasen glätte sich noch durch die Benutzung. «Wir haben etliche Klubs in der Schweiz besucht und die Kunstrasenplätze geprüft», erzählt Siegenthaler. Entschieden hat man sich für einen unverfüllten Plastikrasen der neusten Generation. Dieser ist nicht mit Plastikgranulat verfüllt, was einen besseren Halt geben würde. «Wir brauchen nicht den höchsten Standard. Zudem wurden die Produkte weiterentwickelt», erklärt Marcel Siegenthaler. Das Kunstrasenfeld in Zuchwil sei mindestens für 1.-Liga-Spiele tauglich, also von einer guten Qualität.

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