Gemeindeversammlung

Deitinger Rechnung mit grossem Überschuss

Der Gemeinde Deitingen geht es finanziell gut. (Archiv)

Der Gemeinde Deitingen geht es finanziell gut. (Archiv)

Frohe Kunde konnte Michael Tüfer, Ressortchef Finanzen, den 60 Stimmberechtigten an der Rechnungsgemeindeversammlung in Deitingen überbringen. Anstelle des budgetierten Ertragsüberschusses von 84'100 Franken, resultierte ein Plus von rund 680'000 Franken.

Die Besserstellung kam insbesondere bei der Bildung zu Stande, wie Tüfer erläuterte. Nach einem jahrelangen kontinuierlichen Anstieg lässt sich in diesem Bereich, welcher für die Gemeinde den grössten Nettoaufwand verursacht, ein leichter Rückgang verzeichnen. «Das liegt vor allem daran, dass die geburtenreichen Jahrgänge allmählich aus der Primarschule kommen», sagt der Ressortchef Finanzen.

So konnte ab dem Schuljahr 2019/20 darauf verzichtet werden, eine weitere Schulklasse zu führen. Zusätzliche Einsparungen kamen aufgrund tieferer Personalkosten bei der Schulleitung, dem Verzicht einer Lehrperson auf ihre Übergangsrente sowie geringerer Abgaben bei der definitiven Abrechnung 2018 für die Kreisschule zu Stande.

Des Weiteren habe bei den Behördenvertretern aber auch ein grosser Sparwille bestanden. Dies habe dazu geführt, dass die Notwendigkeit einzelner Unterhalts- und Sanierungsarbeiten neu beurteilt und diese gegebenenfalls ausgesetzt worden seien.

Mehrertrag bei den juristischen Personen

Das Ergebnis des Steuerertrages für natürliche Personen fiel unter dem Strich negativ aus. Dies infolge diverser Vorbezüge, die korrigiert oder storniert werden mussten. Bei den juristischen Personen durfte hingegen ein Mehrertrag von 174'995 Franken verzeichnet werden. Ebenfalls zum positiven Ergebnis beigetragen haben die Zunahmen bei den Quellensteuern sowie der Rückgang des Delkredere auf offenen Steuerforderungen.

Unter Berücksichtigung des Ertragsüberschusses, der Abschreibungen sowie den Abschlüssen aus den drei Spezialfinanzierungen resultiert eine Selbstfinanzierung von 1,15 Mio. Franken. Die Nettoinvestitionen von gut 32'700 Franken konnten daher vollumfänglich durch eigene Mittel finanziert und dabei noch ein Schuldenabbau im Umfang von 1,1 Mio. Franken getätigt werden.

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Die Versammlung sprach einen Bruttokredit von 220'000 Franken, um die Einsatzfähigkeit ihrer Feuerwehrflotte wiederherzustellen. Grund dafür war, dass das bisherige Fahrzeug «Esthi» mit Baujahr 1996 in die Jahre gekommen ist. Nicht nur steigende Reparaturkosten waren die Folge, sondern auch regelmässige Ausfälle. «Es darf bei einer Blaulichtorganisation nicht passieren, dass sie nicht ausrücken kann, weil das Fahrzeug nicht funktionstüchtig ist», erklärt Jan Binzegger, Ressortchef Sicherheit und Liegenschaften.

Zudem gestaltete sich auch die Beschaffung neuer Ersatzteile immer schwieriger.

Zur Finanzierung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges wird Investitionskapital genutzt, welches aufgrund der Coronakrise nicht verwendet wurde. Ausserdem wird es zu rund 35 Prozent von der Solothurnischen Gebäudeversicherung subventioniert.

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