Nicht alle zuvor ausgestellten Objekte fanden nämlich in den neu eingerichteten Speichern, eingeweiht am letztjährigen Pfingstfest, wieder ihren Platz. Während der Sanierung und Neugestaltung der Speicher lagerten sie in der ehemaligen Papieri in Biberist, die heute der Hiag gehört. Vollgestopft war zudem bereits zuvor das Museumsdepot in der Zivilschutzanlage in Halten. Mehrfach vorhandene Gegenstände, in erster Linie aus der Sammlung Landwirtschaft und Handwerk, verkauft das Museum in einer Brocante am kommenden Samstag. Der Erlös geht zugunsten des Turmunterhalts.

Wegweisendes Sammlungskonzept

Grundlage zur Triage – das ganze Museum umfasst über 10'000 inventarisierte Gegenstände – bildete das neue Sammlungskonzept des Museums. Eine eigens eingesetzte fünfköpfige Arbeitsgruppe unter der Leitung von Kurt Wüthrich leistete im vergangenen Jahr Grossarbeit. Sie konzentrierte sich entsprechend diesem Sammlungskonzept in allen Bereichen auf Objekte, die Alltag und Arbeit im ländlichen Teil des Wasseramts vor 1950 dokumentieren. «Eine Unmenge von Objekten, von der Spezialschraube bis zur Sämaschine, wurden im Keller der Hiag sortiert», sagt der Verantwortliche Kurt Wüthrich. Rund 300 Stunden hat das Team mit dem Sortieren aber auch Ausscheiden von defekten Gegenständen bis jetzt verwendet.

Vorgängig wurden zudem die zu entlassenden Objekte, die ebenfalls von Stiftungsrat und Historiker Peter Keller inspiziert wurden, andern Museen angeboten. So konnten etliche Gegenstände dem Museum für Industrie und Handwerk Emmenhof in Derendingen übergeben werden, das sich im Aufbau befindet. Beschriftete Balken und Türpfosten übernahm die Denkmalpflege in ihr Lager in Derendingen. Für die vom Museum weiterhin aufbewahrten Gegenstände stellt die Gemeinde Halten dem Museum einen Teil des nicht mehr benötigten Feuerwehrmagazins zur Verfügung.