Rund 25 Personen besuchten die Orientierung zum Ausbau des Pflege- und Altersheimes. Zweckverbandspräsident Stephan Vollenweider und Heimleiter Daniel Sommer erklärten die bereits bewältigten Sanierungsphasen. Schon an der letztjährigen Delegiertenversammlung des Zweckverbands, in dem wasserämtische Bürger- und Einheitsgemeinden mitwirken, war mit 2.5 Mio. Franken der Kreditrahmen für den Erweiterungsanbau bewilligt worden.

2015 abgeschlossen wurde der Umbau von Küche und Esssaal. In den nächsten Wochen beendet wird die vorgeschriebene neue Fluchttreppe. Bereits mit Profilierung im Eingangsbereich angezeigt ist der Erweiterungsbau. «Dies wird eine sehr komplex ablaufende Arbeit sein, weil alle hier angesiedelten Funktionen des Heims teilweise verlagert, aber erhalten bleiben müssen», erläuterte Architekt Michael Lüthi, Kriegstetten.

Nur noch zwei Doppelzimmer

Im Erdgeschoss nahe dem Eingang werden in Ergänzung zum Anbau die Werkräume zu Büros umgestaltet und die Fenster erneuert. Der künftige Anbau wird mit zwei Geschossen auf die bestehende Gebäudehöhe aufgestockt, in denen sich Zimmer für Pensionärinnen und Pensionäre, Wohnbereiche, Schwesternzimmer, eine neue Teeküche und ein als «Wellnesszone» bezeichneter grosser Sanitärbereich befinden.

Auf Nachfrage aus dem Plenum bestätigte Sommer, dass keine Erhöhung der bewilligten Bettenzahl angestrebt werde; vielmehr erlange das Heim mit 71 Plätzen eine wirtschaftlich optimale Grösse und mit der Umwandlung noch bestehender Zweibett- zu Einbettzimmern ein qualitatives Wachstum. Lediglich in der Demenzabteilung, so der Heimleiter, bleiben noch zwei Doppelzimmer.

Provisorium zum Übergang

Um die 97-prozentige Belegungsdichte der jetzt 67 Betten aus personal- und ertragstechnischen Gründen nicht zu verlieren, wird für die Bauphase ein sechs Zimmer umfassendes Provisorium erworben und östlich ans bestehende Gebäude angefügt. Für die im ostschweizerischen Wängi ins Auge gefasste Holzkonstruktion wird laut Vollenweider der Rechnungs-DV ein Nachtragskredit über 200 000 Franken unterbreitet.

Als Finanzverwalter erläuterte Daniel Kancz, dass die Kosten für den Erweiterungsbau problemlos getragen werden können. Durch den Heiminvestitionsfonds, zu dem im Kanton alle Heimbewohnenden mit einer Pauschale von täglich 28 Franken zusätzlich zu Aufenthalts- und Pflegetaxen beitragen, verfügt das Heim über ein solide Basis. Im laufenden Jahr hat Kancz den Ertrag des Heimbetriebs auf 6.54 Mio. Franken beziffert. Eingerechnet ist eine Liquidität von 2 Mio. für die Baumassnahmen, was zu einem Verlust im Jahresabschluss 2017 von rund 34 000 Franken führt. Im Jahr 2018 müsse kurzfristig Fremdkapital über 2 Mio. Franken aufgenommen werden, das in vier Jahrestranchen zurückgezahlt werden kann. «Denn die folgenden Betriebsergebnisse sind wieder alle positiv», prognostizierte Kancz.

Statt einen Bankkredit aufzunehmen, regte ein Sprecher aus der Mitte der Versammlung die Darlehensvergabe durch Bürgergemeinden an. Grundsätzlich festgehalten wurde im Plenum, dass der Aufwand für den Anbau «sehr gut gerechnet sei». Die Verantwortlichen betonten aber, dass bei einem derartig komplexen Bauvorhaben gewisse Reserven dringend notwendig seien.