Bucheggberg

Cinas übergeben ihr MediZentrum an sechs junge Ärzte

Eröffnung des MediZentrums im Jahr 2013: v.l.: Katharina Cina, Christoph Cina, Claudia Engesser und Christoph Rey. Letztere bleiben in der Praxis.

Eröffnung des MediZentrums im Jahr 2013: v.l.: Katharina Cina, Christoph Cina, Claudia Engesser und Christoph Rey. Letztere bleiben in der Praxis.

Katharina und Christoph Cina haben die Bucheggberger Gemeindepräsidenten über die Zukunft des MediZentrums in Messen informiert. Sie gehen in Pension, die Praxis aber bleibt.

Am 31. Dezember um 12 Uhr mittags verlassen Katharina und Christoph Cina das MediZentrum in Messen. «Es ist Zeit für einen Generationenwechsel», erklärten die beiden an der Konferenz der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg (VGGB). Vor rund 30 Jahren übernahmen die beiden die damalige Hausarztpraxis in Messen. Im Jahr 2013 entschlossen sie sich, eine Gemeinschaftspraxis aufzubauen. Auch um dem drohenden Hausarztmangel im Bucheggberg zu begegnen. Tatsächlich haben in der Zwischenzeit alle anderen Hausärzte aus der Region ihre Einzelpraxen altershalber geschlossen.

MediZentrum wird weitergeführt

«Das MediZentrum wird auch künftig die medizinische Grundversorgung im Bucheggberg sicherstellen», erklärte Christoph Cina. Dafür werden sechs junge Ärztinnen und Ärzte sorgen. Alle diese Ärzte hätten schon mindestens sechs Monate in Messen gearbeitet und «sie wissen, was auf sie zukommt». Wichtig ist Cinas, dass ein möglichst grosses Spektrum angeboten werden kann. Die Ärztinnen und Ärzte haben sich deshalb alle in Spezialgebieten zusätzlich weitergebildet. «Pädiatrie, Gynäkologie, Geriatrie, innere Medizin und Hals-, Nasen- und Ohren-Medizin wird abgedeckt.» Dazu kommen weitere Spezialgebiete: «Damit wir vor Ort eine Apotheke bieten können, braucht es eine Weiterbildung. Ebenso für die neuen Röntgengeräte oder um Praxisassistentinnen ausbilden zu dürfen.» Angeboten wird im MediZentrum auch Ernährungs- und Diabetesberatung. Physiotherapie und Ergotherapie sind dem MediZentrum angegliedert. Weiter kommen regelmässig Ärzte der Solothurner Spitäler, beispielsweise ein Kardiologe, ein Rheumatologe oder ein Orthopäde, nach Messen und beraten die Patienten in Spezialfällen. Ebenso kann ein Psychologe beigezogen werden.
Neben den Patienten in der Praxis werden auch die Bewohner in den Alters- und Pflegeheimen und im Blumenhaus Buchegg durch das MediZentrum betreut. Cinas nehmen zudem auch schulärztliche Aufgaben wahr und sind Ansprechpartner für medizinische Fragen für ­Vereine.

Mittagstisch in Messen ist gut besucht

Verena Meyer (Gemeindepräsidentin Buchegg) informierte über Neuigkeiten aus dem Schulverband Bucheggberg A3. Der Mittagstisch und die Nachmittagsbetreuung in Messen hätten sich extrem gut angelassen, meinte sie. Der Schulverband überlege sich, nun auch in Schnottwil ein Angebot einzuführen. Am besten wäre es, wenn sich Einwohner aus Schnottwil in einer Arbeitsgruppe einbinden lassen könnten. «Diese kennen die Gegebenheiten vor Ort am besten.»

In Schnottwil muss im übrigen eine zusätzliche Klasse geführt werden, wobei die Anzahl Kinder dort eher zurückgehen wird. Und in Messen gibt es eine weitere Klasse. «Dort müssen wir die Entwicklung der Schülerzahlen genau betrachten.»

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