Umnutzung Schulhaus

Buchegg wird das Schulhaus Aetingen nicht los

Im Schulhaus Aetingen mit Anbau sollen neun Wohnungen entstehen.

Im Schulhaus Aetingen mit Anbau sollen neun Wohnungen entstehen.

Die Gemeindeversammlung genehmigt einen 2,87-Millionen-Kredit für den Einbau von neun Wohnungen.

Die Vorlage zum Umbau des Schulhauses Aetingen und zum Verkauf des benachbarten Baulandes war an der Gemeindeversammlung Buchegg unbestritten. Was sollte man sich auch dagegen wehren, hat doch der Gemeinderat diverse Evaluationen unternommen, um herauszufinden, wie die nicht mehr genutzte Schulanlage entwickelt werden könnte. Aber weder Verkauf im Baurecht oder freier Verkauf oder die Gründung einer Genossenschaft fanden solide Interessenten. So blieb nichts anderes übrig als der Vorschlag, Schulgebäude mit Anbau vom Rest zu trennen. Schulhaus und Anbau bleiben der Gemeinde erhalten, die Wohnungen einbauen will. Das benachbarte Bauland inklusive Kindergartengebäude soll für mindestens 1,2 Mio. Franken verkauft werden. Interessenten haben sich bereits gemeldet.

Mit der als nötig erachteten Einstellhalle für 600000 Franken unter dem heutigen Pausenplatz kostet der Umbau des Schulgebäudes mit Anbau 2,87 Mio. Franken und damit weit weniger als die über 5,3 Mio. Franken, die in einem ersten Projekt gerechnet wurden. Mit einfachen Mitteln sollen im Schulgebäude und im Anbau neun Wohnungen eingebaut werden, mit Lift und rollstuhlgängig. Die bisherige Bausubstanz wird ergänzt, sodass zwar Wohnungen mit wenigen Zimmern, dafür viel Fläche entstehen. Zudem sollen sie relativ günstig vermietet werden. Dennoch rechnet man mit einer Bruttorendite von 4,6 Prozent. Die 78 stimmberechtigten Anwesenden genehmigten das Projekt mit grosser Mehrheit.

Wasserleitungen belasten Investitionsrechnung

Bereit im nächsten Jahr werden von diesem Projekt 1 Mio. Franken in die Investitionsrechnung fliessen. Die Summe umfasst die Planungs- und Architekturleistung, den Bau der Einstellhalle und den Baubeginn Umbau Schulhaus.

Weitere Investitionen, und nicht wenige, beschäftigten die Versammlung im Zusammenhang mit dem Budget. Dies vor allem wegen der neu aufzubauenden Wasserinfrastruktur in Mühledorf. Dazu gehören Wasserleitungen Hintere Gasse, Hessigkofenstrasse/Dälrain und Rotenmatten. Diese drei Neubauten, die insgesamt 795000 Franken kosten, lösen Erschliessungs- und Anschlussbeiträge der anstossenden Grundeigentümer aus. Von allen Steuerzahler getragen werden der Ausbau Moosweg (240000 Franken) und der teilweise Ersatz der Wasserleitung Höhenweg (335000 Franken), beide in Küttigkofen, die Errichtung einer Schutzzone und Sanierung der St. Margarethenquelle (390000 Franken) in Mühledorf, der Ersatz der Regenwasserleitung Hintere Gasse (145000 Franken) in Mühledorf, die Sanierung der Rohranlage Neuströssli (120000 Franken) in Kyburg-Buchegg sowie Massnahmen für die generelle Entwässerungsplanung in den nächsten fünf Jahren (600000 Franken).

Das Budget wurde einstimmig verabschiedet. Bei einem Aufwand von 11,749 Mio. Franken wird ein Aufwandüberschuss in der Höhe von 474000 Franken erwartet. Netto investiert werden 2,469 Mio. Franken ins Verwaltungsvermögen und 1 Mio. Franken ins Finanzvermögen. Das Minus wird in Kauf genommen, weil das Eigenkapital nach wie vor hoch ist. Der Bilanzüberschuss von 7,14 Mio. Franken entspricht rund 97 Prozent eines Jahressteuerertrages. Es sei daher sinnvoll, das Eigenkapital massvoll zu reduzieren.

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