Biberist
Abfallentsorgung funktioniert grundsätzlich gut, Sorgen macht höchstens das Littering

Die bestehenden Entsorgungsstellen überprüfen und allenfalls optimieren: Das war eines der Legislaturziele des Gemeinderates Biberist. Die Abteilung Bau+Planung und die Bau- und Werkkommission haben deshalb ein Abfallentsorgungskonzept erarbeitet. In einer ersten Lesung wurde dieses mit Lob zur Kenntnis genommen.

Rahel Meier
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Die Entsorgungsstelle im Bleichenberg ist noch mit alten Mulden ausgestattet.

Die Entsorgungsstelle im Bleichenberg ist noch mit alten Mulden ausgestattet.

Rahel Meier

Bauverwaltung und Bau- und Werkkommission (BWK) kommen in ihrem Abfallentsorgungskonzept zum Schluss, dass die Entsorgung in Biberist grundsätzlich gut funktioniert. Es gebe kaum Beanstandungen aus der Bevölkerung. Trotzdem sei es sinnvoll, bestehende Systeme und Prozesse von Zeit zu Zeit zu überprüfen, zu optimieren und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Öffnungszeiten beim Werkhof erweitern

Vonseiten der Bauverwaltung wurden diverse Verbesserungsvorschläge im Vergleich zum heutigen System gemacht. Die BWK diskutierte diese intensiv und hat einige davon nun auch dem Gemeinderat unterbreitet. Kernstück ist das Einrichten einer autonomen Abfallentsorgungsstelle beim Werkhof mit erweiterten Öffnungszeiten. Die Umsetzung würde rund 87'000 Franken kosten.

Grundsätzlich stünden die Entsorgungsstellen heutzutage am richtigen Ort. Im Schöngrün soll ein besserer Standort gesucht und im Grüttquartier soll in Zusammenhang mit der Entwicklung von Biberist Ost eine zusätzliche Entsorgungsstelle eingerichtet werden. Die heutigen alten Glasmulden sollen dort, wo das noch nicht geschehen ist, kontinuierlich durch neue Mulden ersetzt werden.

Weniger Touren bringen keine Einsparung

An den Quartiersammelstellen können Glas, Aluminium und Weissblech entsorgt werden. Beim Werkhof kann zusätzlich Alteisen, Altöl, Bauschutt, Haushaltbatterien und Aluminium-Kapseln abgegeben werden. Der Hauskehricht wird zwei Mal pro Woche abtransportiert, die Grünabfuhr kommt einmal wöchentlich. Berechnungen zeigen, dass weniger Touren nicht weniger Kosten verursachen, weil die Menge sich gleich bleibt. Altpapier und Karton werden normalerweise sechs Mal pro Jahr eingesammelt, Alteisen einmal.

Abfall im öffentlichen Raum

Montags, mittwochs und freitags werden die 68 Abfall- und die 48 Robidogbehälter geleert. Die Unterstützung durch die Perspektive immer am Wochenende zur Bekämpfung des Litterings entlang der Emme wird ebenfalls als sinnvoll beurteilt und soll weiterhin beibehalten werden. Ins Abfallkonzept gehört zudem auch das Wischen der Strassen, das in einem definierten Turnus erledigt wird.

Der Gemeinderat hat das Konzept mit Lob entgegengenommen. Einige wollten schon darüber abstimmen. Aber weil nach den Sommerferien eine zweite Lesung vorgesehen ist, soll die Bauverwaltung noch einige zusätzliche Abklärungen tätigen. Beispielsweise, ob es möglich ist, eine Plastiksammlung anzubieten.

Keine neuen Parkplätze an der Bleichenbergstrasse

An der Bleichenbergstrasse, beim Abschnitt Bahnübergang bis Eschenweg, werden vermehrt Fahrzeuge parkiert, welche den Strassenverkehr behindern. Betroffen sind sowohl die Gemeinde Biberist, als auch die Gemeinde Zuchwil. Zuchwil hat deshalb ein Ingenieurbüro damit beauftragt Massnahmen aufzuzeigen.

Das Büro hat vorgeschlagen entweder ein Parkverbot zu erstellen, oder Parkplätze mit blauer Zone zu markieren. Die BWK Biberist schlug dem Gemeinderat Biberist die zweite Variante vor. Genützt werden könnten die Parkplätze nur mit der Parkkarte Z (für Zuchwil). Der Gemeinderat Biberist lehnte dies aber ab und so soll es neu ein Parkverbot geben.

Schöngrünstrasse wird saniert

Der Gemeinderat Biberist hat weiter dem Landerwerb an der Schöngrünstrasse zugestimmt. Das Land wird von der AXA an die Gemeinde abgetreten. Gleichzeitig wurde den Erschliessungsplänen für die Sanierung der Schöngrünstrasse zugestimmt.

Schliesslich hat der Gemeinderat zur Kenntnis genommen, dass weiterhin ein 20-Prozent-Pensum für das Programm «start.integration» eingesetzt werden soll. Damit können die Forderungen des Kantons im Bereich der Integration von Ausländern umgesetzt werden. Es geht dabei vor allem um die sogenannten Erstinformationsgespäche.

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