Abschluss
Recherswil glänzt mit einer positiven Jahresrechnung

Anstelle eines Aufwandüberschusses durfte der Gemeinderat von Recherswil einen Ertragsüberschuss genehmigen.

Gundi Klemm
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Positive Rechnung der Gemeinde Recherswil, aber das Dorfarchiv im Keller des Gemeindehauses leidet.

Positive Rechnung der Gemeinde Recherswil, aber das Dorfarchiv im Keller des Gemeindehauses leidet.

Urs Byland

Mühelos reiht sich Recherswil in die Anzahl der vielen solothurnischen Gemeinden mit exzellenten Rechnungsabschlüssen ein. Die einstimmige Beschlussfassung wurde zu einer schnellen Angelegenheit mit wenigen Kommentaren von Ressortchef Peter Christen.

Einem Aufwand von 10,8 Mio. Franken steht ein Ertrag von 11,09 Mio. Franken gegenüber. Vor Abschreibungen beläuft sich der Gewinn auf 243000 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschusses von 460'000 Franken. Das Eigenkapital soll sich um 150'000 Franken auf 3,3 Mio. Franken. Verschuldet ist die Gemeinde mit 5,6 Mio. Franken, was einer Pro-Kopf-Schuld von 2694 Franken entspricht.

Die Gründe für das gute Ergebnis liegen in den Steuern, wo Mehrerträge bei den Juristischen Personen, bei den Quellen- und Sondersteuern zu Gesamteinnahmen von 6,7 Mio. Franken, und damit 5,5 Prozent über den budgetierten Erwartungen, beitrugen.

Gut sehen die Rechnungen bei den Selbstfinanzierungen Ab-/Wasser und Abfall. Mit einem Kapitalpolster von einer halben Million konnte die Wasserrechnung den Aufwandüberschuss von 130'000 Franken mühelos verkraften. Mit 2.5 Mio. Franken investierte die Gemeinde etwas mehr als die budgetierten 2,42 Mio. Franken. Während andere Gemeinden im Coronajahr die laufend nötige Erneuerung und Sanierung etwas vernachlässigt hätten, glänze hier Recherswil.

Eine Schule, ein Tarif in der Schulzahnpflege

Der Kanton Solothurn verlangt von seinen Gemeinden eine Neufassung ihrer Reglemente zur Schulzahnpflege. Gemeinderat Jan Flückiger informierte über das schwierige «Abschätzen, wie der Sozialtarif gestaltet wird». Nicht nur das familiäre Einkommen sondern auch die Anzahl der Kinder einer Familie sollten darin mitberücksichtigt werden.

Kundig gemacht hatte man sich auch in andere Gemeinden und sich über deren Handhabung des Sozialtarifs informiert. Das Argument, in der gemeinsamen Schule mit Obergerlafingen auch einen einheitlichen Tarif anzuwenden, überzeugte den Gemeinderat. Einstimmig wurde dem Reglement und der Tarifvariante B zugestimmt.

Das Gemeindearchiv steht an exponierter Stelle

Grundsätzlich diskutiert wurde der Standort des Gemeindearchivs im Keller des Gemeindehauses, der immer noch von Feuchtigkeit und bei Starkregen sogar von Wassereintritt betroffen ist. Die Entfeuchter müssen laut Gemeindeschreiberin Gabriela Meili rund um die Uhr laufen. Als neuer Standort ins Auge gefasst wird die alte Militärküche, die nicht mehr gebraucht wird. Umbau und Umnutzung würden gemäss Gemeindepräsident Hardy Jäggi 36'000 Franken kosten. Mehrere Gründe, weshalb diese Lösung «nicht optimal» sei, führte Gemeinderat Peter Gehrig ins Feld. Er befürchtete, dass mit einem Wegfall der Küche, mögliche Aktivitäten im Saal 1 noch mehr geschmälert würden. «Wir sind nicht in Zeitdruck», war man sich im Gemeinderat einig. Auf Vorschlag des Gemeindepräsidenten sollen nun umfangreiche Ideen- und Kostenabklärungen zum Archiv-Projekt getroffen werden.

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