Subingen wächst. Das freut Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold. Seit dem Jahr 2000 hat die Gemeinde rund 1000 Einwohner mehr und zurzeit leben über 3200 Personen in der Gemeinde. Zurzeit werde studiert, wie man im Zentrum dichter bauen könnte, im Fadacker gibt es Baumöglichkiten und auf dem Bay-Areal. «Bis in zehn, fünfzehn Jahren könnten gegen 4000 Personen in Subingen leben», erklärte Ingold an der Gemeindeversammlung am Montagabend. Das hat auch Auswirkungen auf die Schule und den Platz, den sie benötigt. Schulleiter Sandro Reichen zeigte kurz auf, welche Bedürfnisse die Schule hat. Seit 2011 werden 50 Kinder mehr unterrichtet und es wurden zwei neue Klassen aufgemacht. Die Schule hat heute neun Klassenzimmer, benötigt werden elf. Es fehlen vor allem auch Mehrzweckräume, ein Besprechungszimmer und eine Aula. Das Schulhaus ist heute nicht hindernisfrei und Dach, Fassade und Fenster sind teilweise sanierungsbedürftig.

Gebäude aufstocken

Der Gemeinderat habe sich in einer zweitägigen Klausursitzung intensiv mit der Zukunft der Gemeinde und auch mit den Finanzen befasst. Eines der konkreten Projekte, das dabei angestossen wurde, ist der Um- und Ausbau des Schulhauses. Ingold zeigte auf, wie sich eine Arbeitsgruppe diesen vorstellt. Die beiden ältesten Teile des Schulhauses sollen abgebrochen werden. Auf der Vorderseite wird eine Aula angebaut und die beiden Teile werden durch einen Neubau mit einem dritten Stockwerk ergänzt. Gebaut würde zudem eine Terrasse, die bei Bedarf zu weiteren Schulräumen umgenützt werden könnte. Während des Umbaus müssten vier Klassen in Provisorien untergebracht werden. «Wir sind überzeugt, dass dies die kostengünstigste und effektivste Lösung ist», so Ingold. Der Um- und Ausbau wird rund 5 Mio. Franken kosten. Detailpläne liegen noch keine vor, diese würden erst in Auftrag gegeben, wenn der Souverän das Geld gesprochen habe. Was dieser dann auch tat: 61 Ja standen einer Gegenstimme gegenüber.

Diskussionslos wurde auch dem Kauf der Liegenschaft Gewerbestrasse 10d für 925'000 Franken zugestimmt. Die Investition kann vollumfänglich aus eigenen Mitteln getätigt werden. Die beiden weiteren Teile der Liegenschaft gehören heute bereits der Gemeinde und werden vom Werkhof und der Feuerwehr genutzt. Auch die Umgebung des Gebäudes könnte gut genützt werden.

Höchster Steuerertrag

Die Rechnung für 2018 mache Freude, so Ingold. Finanzverwalter Roland Kummli durfte vermelden, dass ein Ertragsüberschuss von 851'394 Franken erwirtschaftet wurde. Man habe fast eine Million Franken mehr Steuergelder eingenommen, als budgetiert. «Es war genau genommen der höchste Steuereingang, den wir je hatten», so Kummli. Erfreulich sei dabei auch, dass der Ertrag auch bei den juristischen Personen wieder ansteige. «Wir sind nicht abhängig von einigen wenigen guten Steuerzahlern. Das ist wichtig, wenn es um die Planung von Investitionen geht», erklärte Kummli.

Sein Namensvetter, Vizegemeindepräsident Michael Kummli, warb anschliessend für das 750-Jahr-Jubiläumsfest Ende Juni 2020. Das Fest stehe unter dem Titel «zusammen leben - zusammen feiern». Es solle für alle Altersgruppen etwas bieten, für die Zugezogenen und die alten Subiger sein. Anlässe wie «dr schnäüscht Subiger», oder die Seniorenreise, aber auch Klassentreffen, werden in das Fest eingebunden. Am Freitag- und am Samstagabend sind zwei grosse musikalische Abende geplant, an denen getanzt werden darf. Am Sonntag soll ein Festumzug mit jetzt schon über 700 Teilnehmenden durch das Dorf geführt werden. «Reserviert euch den Termin, macht mit», forderte Kummli die Anwesenden auf.

Einstimmig wurde dem neuen Zusammenarbeitsvertrag für die Sozialregion Wasseramt zugestimmt. Ebenso dem neuen Musikschulreglement und der Aufhebung des Kindergartenreglementes.

Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold ehrte Gemeindeschreiberin Vreni Zimmermann, die seit zehn Jahren in Subingen arbeitet. Zudem verabschiedete er Gemeinderätin Agnes Roth (CVP), die Ende Mai zurückgetreten ist. Ein Dank ging weiter an Esther Reinhart, die vor 30 Jahren eine Spielgruppe in Subingen aufzog und sie noch heute führt.