Luterbach/Nuglar

Zwei Solothurner Projekte von «Hochparterre» ausgezeichnet

Hochparterre, die Zeitschrift für Architektur, Planung und Design, hat in verschiedenen Kategorien die Besten dieses Jahres ausgezeichnet. Dazu gehören auch zwei Solothurner Projekte.

Seit 1993 prämiert Hochparterre jährlich die besten Bauten und Objekte in Architektur, Design und Landschaftsarchitektur. Am Dienstag wurden «Die Besten 2019» im Museum für Gestaltung in Zürich präsentiert.

In den Kategorien Architektur und Landschaftsarchitektur sind Solothurner Projekte zu finden. In der Architektur wird das Wohnatelierhaus Altes Weinlager in Nuglar mit Gold prämiert. In der Kategorie Landschaftsarchitektur wird der Uferpark Attisholz in Luterbach mit Silber ausgezeichnet.

Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar

Architektur Gold: Wohnatelierhaus Altes Weinlager, Nuglar

Und so lautet die Bewertung der Jury: «Das Atelierwohnhaus in Nuglar baut auf dem auf, was da ist: dem Kellergeschoss und den Mauerresten eines alten Weinlagers. So bewahrt der Ersatzumbau einen Teil der Identität des Dorfs und spart graue Energie. Bemerkenswert ist der Wille der Architektin, die Dinge mit dem Holzbauer selbst in die Hand zu nehmen. Sie überwindet das Gärtchendenken der Einfamilienhäuser rundherum und rückt die Bewohner zusammen. Die Architektur mischt lustvoll ländliche und industrielle Themen und findet einen kraftvollen zeitgenössischen Ausdruck. Der reduzierte Grundausbau zeigt, dass weniger mehr sein kann. Die Konstruktion lässt die Möglichkeit für Veränderung offen und lädt die Bewohnerinnen dazu ein, selbst weiterzubauen. Das hat Zukunft.»

Auf diese Weise beschreibt die Jury den Uferpark: «Die Schönheiten des Orts sehen und sichtbar machen, so lautete das ungeschriebene Motto der Landschaftsarchitektinnen von Mavo. Ihr Ansatz pendelt zwischen pragmatischer Umnutzung, etwa der ehemaligen Kläranlage in eine dreidimensionale Spazier- und Kletterlandschaft, und urbanem Design, etwa des Platzes vor dem neuen Restaurant. Geschickt lassen die Landschaftsarchitektinnen neue Orte entstehen, schneiden Fenster in die Landschaft oder verknüpfen Fluss-, Damm- und Aussichtsniveau. Entstanden ist ein zeitgenössischer Park, der es schafft, den Bogen zwischen Geschichte und Zukunft des Orts, zwischen Ökologie und Infrastruktur oder zwischen Naturschutz und Freizeitanlage zu schlagen, und der als Beschleuniger der städtebaulichen Entwicklung funktionieren wird.»

Die Preisträger im Überblick:

Eine Präsentation der prämierten Projekte ist bis am 5.Januar 2020 im Museum für Gestaltung, Ausstellungsstrasse 60, Zürich, zu sehen. (mgt)

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