Fahrdienst

«Zufrieden mit der Aktion»: Nez Rouge Solothurn zieht eine positive Bilanz

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Nez Rouge verzeichnet 2019 schweizweit einen Freiwilligen-Rekord mit über 10'700 Helfern im Einsatz. Auch in der Solothurner Sektion nahm dieses die Anzahl der Freiwilligen zu und die Popularität der Dienstleistung scheint unbestritten, was auch im schweizweiten Vergleich sichtbar wird.

Seit 2006 bringen Freiwillige der Nez Rouge Solothurn über die Feiertage im Dezember diejenigen sicher nach Hause, die nach einer Feier oder nach einem Weihnachtsessen nicht mehr fahrtüchtig sind. Von anfänglich rund 300 Helfern ist die Zahl innerhalb der letzten 13 Jahre auf 393 angestiegen. Mit 874 Fahrten und 1814 transportierten Personen verzeichnet die Solothurner Sektion dieses Jahr sogar einen Rekord, wie aus einer kürzlich publizierten Statistik hervorgeht, und liegt 2019 damit unter den besten fünf Sektionen im Schweizer Vergleich. «Wir sind zufrieden mit der Aktion – sie war sehr erfolgreich», sagt Monika Kummer, Medienverantwortliche der Nez Rouge Solothurn.

Es sind vor allem Leute aus ländlichen Kantonen, welche die Dienstleistung in Anspruch nehmen: Spitzenreiterin ist die Sektion Aargau mit 6089 begleiteten Personen und 3017 Fahrten, gefolgt von den Sektionen Jura, Wallis, Luzern und Solothurn. Im Gegensatz zum Abwärtstrend im Schweizer Durchschnitt verzeichnen sie alle eine Zunahme an Fahrten und begleiteten Personen. Mit Ausnahme von Solothurn konnte sich die Organisation in diesen Kantonen auch bereits seit den 90er Jahren etablieren und fahren an mehr Tagen. 

Auch bei der Anzahl der Freiwilligen widerspiegelt die Sektion Solothurn den Schweizer Aufwärtstrend: Noch Anfang Dezember beklagte der Vorstand einen Mangel an Freiwilligen, besonders an Spitzentagen, wie dem 24. und 31. Dezember. Schliesslich konnten die nötigen acht Zweierteams für Heiligabend und Weihnachten sowie die 39 Teams für Silvester doch noch zusammengestellt werden, wie Kummer mitteilt. «Es gab mehr Anmeldungen, vor allem von jungen Freiwilligen», sagt Kummer. «Ich war überrascht, wie schnell die Anmeldungen eingegangen sind.» Mit der Unterstützung von elf Helfern mehr als im Vorjahr konnte die Sektion auch die stressigsten Nächte gut besetzen. Insgesamt leisteten die Helfer 58 Einsätze mehr als ein Jahr zuvor, wobei insbesondere der 31. Dezember mit 198 Fahrten ins Auge sticht. Ebenfalls ein Rekord seit 2006.

«Es ist alles gut gelaufen und die Einsätze waren gut ogranisiert», ergänzt Kummer und lobt den reibungslosen Einsatz der Freiwilligen. «Mit ihnen steht und fällt alles.» Zwischenfälle habe es keine gegeben und die «Kunden» seien trotz Wartezeiten von bis zu 75 Minuten verständnisvoll geblieben. Erfreut habe sie besonders, dass selbst Jugendliche den Dienst in Anspruch nehmen und kein Risiko eingehen. Sie ist überzeugt, dass der Einsatz der Nez Rouge über die Feiertage seinen Teil zur Unfallprävention beiträgt.

Die Statistiken finden Sie hier und hier.

(gue)

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