Bürgerspital Solothurn
Zu niedrig dosierte Antibiotika führten zu höherer Infektionsrate

Die Daten, die der Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken zu den Infektionsraten lieferte, zeigen: Das Bürgerspital Solothurn weist im 2011/2012 bei Hüftopferationen die zweithöchste Infektionsrate auf.

Drucken
Teilen
Zum zweiten Mal sind die Infektionsraten nach chirurgischen Operationen an Schweizer Spitälern untersucht worden.

Zum zweiten Mal sind die Infektionsraten nach chirurgischen Operationen an Schweizer Spitälern untersucht worden.

Keystone

Zum zweiten Mal sind die Infektionsraten nach chirurgischen Operationen an Schweizer Spitälern untersucht worden. Am wenigsten Infektionen gab es bei Knieprothesen, am meisten bei der Dickdarmchirurgie. Die Teilnahme an der Erhebung war erstmals obligatorisch für alle Spitäler, die Operationen durchführen.

Insgesamt wurden über 38'000 chirurgische Eingriffe an 118 Schweizer Spitälern und Spitalgruppen in der Erhebung berücksichtigt. Die Operationen wurden zwischen Oktober 2011 und September 2012 durchgeführt - bei einigen der Eingriffe war der Untersuchungszeitraum ein Jahr früher.

Die Spitäler in der Region schnitten im Vergleich gut bis sehr gut ab. Das Bürgerspital Solothurn weist aber bei Hüftoperationen die zweithöchste Infektionsrate auf.

«Wir sind das Problem sofort angegangen; lange bevor die Resultate öffentlich bekannt gegeben wurden», sagt Oliver Schneider, Mediensprecher der Solothurner Spitäler AG, gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn.

Es sei festgestellt worden, dass das Antibiotika, das vor Operationen eingesetzt wird, bei Patienten über 80 Kilogramm zu gering dosiert gewesen sei. «Das wurde korrigiert», so Schneider. «Die Massnahme hat gegriffen, die Anzahl Infektionen konnte gesenkt werden.» (sda/ldu)

Aktuelle Nachrichten