Das Kantonale Kuratorium für Kulturförderung und der sia Solothurn führten im Auftrag des Regierungsrates den Wettbewerb «Ausgezeichnete Architektur Kanton Solothurn» durch. 34 Eingaben ereichten die Jury. Davon wurden zwei Projekte ausgezeichnet und fünf weiteren eine Anerkennung verliehen.

Die ausgezeichneten Projekte

Ausgezeichnet wurde der Umbau des Stadttheaters in Solothurn. Die Bauherrschaft inne hatte die Stadt Solothurn. Architekten waren die phalt Architekten AG, Zürich und Solothurn. 

Die Jury rühmte «den sorgfältigen Umgang mit historischer Bausubstanz und die beharrliche Ausdauer der Bauherrschaft, das gesellschaftliche und kulturelle Bedürfnis der Bevölkerung zu erfüllen».

Die zweite Auszeichnung ging an den Neubau der Multifunktionshalle/Aussensportanlage in Oensingen.

Bauherrin war die Einwohnergemeinde Oensingen. Bei diesem Bau lobt die Jury die «gäbige» Handhabung des Gebäudes. Sie zeichnet diesen Bau der ffbk Architekten, Münchenstein/Basel, «für den vorbildlichen Umgang mit den Bedürfnissen der Vereine und der Schule und die architektonisch-konstruktive Umsetzung auf höchstem Niveau» aus.

Diese zurückhaltende, aber gesellschaftlich relevante Architektur müsse ausgezeichnet werden. «Sie ist für die nächste Generation gedacht; sie stellt sich der Zukunft.»

Die Gewinner der Anerkennungspreise

Fünf herausragende Bauten wurden mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet.

Die phalt Architekten Solothurn und Zürich erhielten eine Anerkennung für den kompletten Umbau eines 80 Jahre alten Einfamilienhauses. Die Jury sagt: «Die Anerkennung gebührt der gelungenen Transformation. Wohnatmosphäre auf hohem architektonischem Niveau.»

Für das Kunstkonzept «Aussicht» von Andrea Nottaris in der Justizvollzugsanstalt Deitingen wurde ebenfalls ein Anerkennungspreis gesprochen. «Dieser gebührt der identitätsstiftenden Kunst unter anspruchsvollen gesellschaftlichen Voraussetzungen», schreibt die Jury. 

Unter dem Motto «Gutes Handwerk für gutes Handwerk» wird den Bigolin + Crivelli Architekten, Grenchen, ein Anerkennungspreis für die Unterkünfte ZeitZentrum verliehen. «Dieser gilt der qualitätsvollen, klugen und günstigen Umsetzung von unmittelbaren Bedürfnissen», schreibt die Jury.

Ein Anerkennungspreis geht an die Lorenz Architekten Basel für den Neu- und Umbau der Primarschule Kappel in eine «lichtdurchflutete Pavillonschule mit multifunktionaler Spielhalle».

«Die Anerkennung gebührt der eigenständigen, integrierenden Architektursprache als Mehrwert für das Quartier», lässt sich die Jury über den Wohnpark Hofmatt in Solothurn zitieren. Sie verleiht dafür den Flury und Rudolf Architekten, Solothurn, einen Anerkennungspreis. (mgt)