Gastbeitrag

Wer dürstet, trinke Wasser!

Im Trinkwasser wurden auch Rückstände wie Süssstoffe, Holz- und Korrosionsschutzmittel, Schwermetalle, Medikamentenrückstände und vor allem auch Antibiotika und Hormone gefunden.

Im Trinkwasser wurden auch Rückstände wie Süssstoffe, Holz- und Korrosionsschutzmittel, Schwermetalle, Medikamentenrückstände und vor allem auch Antibiotika und Hormone gefunden.

Überlegen Sie sich mal, was Sie täglich alles den Abfluss oder das WC hinunterspülen. Ob Dusche, Lavabo, Waschmaschine oder Klo, überall werden letztlich Tonnen von Stoffen entsorgt, welche zwar so gut wie möglich wieder entnommen und neutralisiert werden, letztlich aber doch auch Überreste wieder in den Kreislauf gelangen. So ist es nicht verwunderlich, dass im Trinkwasser auch Rückstände wie Süssstoffe, Holz- und Korrosionsschutzmittel, Schwermetalle, Medikamentenrückstände und vor allem auch Antibiotika und Hormone gefunden werden. Der Wirkstoff von Aspirin zum Beispiel ist im «Züriwasser» nachweisbar. Davon hört man wenig. Hingegen liest man in regelmässigen Abständen von selbst ernannten Experten, wie schlecht es doch um unser Trinkwasser in der Schweiz im Zusammenhang mit Wirkstoffen aus dem Pflanzenschutz stehe.

Unter anderem war da zu lesen, dass in einem Mineralwasser ein für Mensch und Umwelt unschädliches Abbauprodukt eines Pflanzenschutzmittels in einer Konzentration von sechs Nanogramm pro Liter (0,006 Mikrogramm pro Liter) gefunden werden konnte. Dieser Wert liegt mehr als 16-mal unter dem Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter für relevante Abbauprodukte und mehr als 1600-mal unter dem Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter für nicht relevante Abbauprodukte, wie er in den Schweizer Vorschriften und Bestimmungen definiert ist.

Dies zeigt auf, wie tief die Grenzwerte für Pflanzenschutzmittel angesetzt sind. Gleichzeitig wird die Messgenauigkeit von Rückständen mit modernsten Messtechniken immer genauer.

Nur: Wenn dann diese Rückstände, die sich im Nano- und Mikrobereich bewegen als gesundheitsgefährdend bezeichnet werden, grenzt dies an Demagogie. Man müsste nämlich 100 Badewannen voll Wasser täglich trinken, um den Grenzwert zu erreichen!

Mit einem Glas Whisky oder anderem Alkohol nimmt man eine viel grössere, ja x-fache Menge an toxischen Substanzen ein, als wenn man einen Liter von unserem Wasser trinkt. Interessanterweise aber denkt sich dabei niemand was.

Staunen musste ich auch nicht schlecht, als im Kantonsrat ein entsprechender Vorstoss von Links auch von Leuten unterzeichnet wurde, welche regelmässig Zigaretten und somit hochtoxisch Stoffe konsumieren. Während sie in unserem Wasser einen hochgradig gefährlichen Giftcocktail sehen, ist das Inhalieren von Tabakrauch für sie offenbar völlig unbedenklich. Obwohl darin nebst Nikotin etwa 4800 Chemikalien und 250 Gifte enthalten sind, etwa 90 davon nachgewiesenermassen krebserregend.

Es gibt wohl kaum ein Land mit einer solch guten Wasserqualität wie hierzulande. Dies ist nebst der Verhinderung des Einschleppens von gefährlichen Krankheiten mit ein Grund mehr, die Ferien in der wunderbaren Schweiz zu buchen und dabei unser quellfrisches, kühles und unglaublich sauberes Wasser – wie es kaum andernorts vorkommt – zu geniessen.

Übrigens: Auch die Konzentration im «Züriwasser» ist unbedenklich. Um auf eine Aspirintablette zu kommen, müsste man 7000 Jahre lang täglich zwei Liter Wasser trinken.

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