Solothurn

Vogt Schild Vetrieb bedankt sich mit Plauschessen bei seinen Zeitungsverträgern

Auf Einladung der Vogt Schild Vertriebs GmbH feierten 110 Verträgerinnen und Verträger dieser Zeitung in der «Cucina Arte».

Auf Einladung der Vogt Schild Vertriebs GmbH feierten 110 Verträgerinnen und Verträger dieser Zeitung in der «Cucina Arte».

Romantisches Kerzenlicht empfing am Freitag 110 Zeitungsverträger am diesjährigen Verträgerplausch der Vogt Schild Vertriebs GmbH in der «Cucina Arte» in Solothurn. Chefredaktor Theodor Eckert hob dabei die Wichtigkeit der Verträger hervor.

Die wichtige Rolle der Verträger bei der Informationsvermittlung sprach Theodor Eckert, Chefredaktor dieser Zeitung, an: «Es nützt nichts, eine tolle Zeitung zu machen, wenn sie nicht den Briefkasten erreicht.» In seiner kurzen Rede bedankte er sich für die «tolle Leistung», welche die Verträger Tag für Tag erbringen. Es sei zwar für alle Printmedien eine harte Zeit, es gebe aber immer noch viele treue Leser. «Deshalb braucht es weiterhin eine Zeitung, und somit auch Zeitungsverträger - also euch», betonte der Chefredaktor. Im Gespräch erzählten einigen Verträgerinnen und Verträger, wie hart, lustig, actionreich oder entspannend ihre Outdoor-Tätigkeit sein kann.

Verena Marti, 57, aus Grenchen, hat in ihren 16 Dienstjahren schon einige filmreifen Szenen erlebt. «Ja, manchmal kann es viel Action geben», sagt sie schmunzelnd. Dabei denkt sie beispielsweise an zwei Einbrüche, welche sie miterlebt hat. «Da habe ich sofort die Polizei alarmiert», erzählt sie. Auch ein verletztes Reh und eine ältere verwirrte Dame habe sie einmal auf der Strasse aufgesammelt. «Ach ja, und da war noch diese Zeitungslieferung...», errötet die Grenchnerin. Ein Kunde habe einmal die Zeitung nackt entgegengenommen. «Ich habe natürlich weggeschaut und bin dann gleich gegangen», versichert die hauptberufliche Verträgerin, welche in Grenchen am Molerweg und an der Bergstrasse die Zeitung austrägt. An ihrer Arbeit mag sie vor allem die Selbstständigkeit und die Abwechslung. Und auch wenn die Strassen von Glatteis überzogen sind, ist die motivierte Verena Marti nicht aufzuhalten: «Da kenn ich gute Umwege.»

Sabapathypillai Nirmalan, 49, Solothurn trägt seit sechs Monaten - als Nebenverdienst zu seiner Fabrikarbeit - «Die Schweiz am Sonntag» im Brühl-Quartier in Solothurn aus. «Mir gefällt die Arbeit», sagt er. Herausforderungen habe er auch schon angetroffen. Beispielsweise seien bei älteren Wohnungen die Briefkastenöffnungen teilweise zu klein, sodass die Zeitung gar nicht Platz habe. «Dann lugt sie manchmal heraus», erklärt er. In diesem Fall greife der langfingrige Nachbar schnell man zur Zeitung im Briefkasten nebenan. Nicht selten höre er deshalb, dass Abonnenten ihre Zeitung vermissen, obwohl sie eigentlich geliefert wurden. Auch bei starkem Regen bemüht sich der 49-jährige Verträger, die Zeitungen trocken zu liefern. «Beim Einwurf kann die Zeitung aber je nach dem trotzdem einige Tropfen abbekommen», erklärt er. Dies sei nicht ganz zu vermeiden.

Esther Krzyzanowski, 43, aus Günsberg arbeitet seit einem Jahr nebenbei als Zeitungsverträgerin in Günsberg. Begleitet wird die Mutter und Hausfrau häufig von ihrem Mann. «Es gibt viele dunkle Ecken und einsame Bauerhöfe, die mir Angst machen», erzählt die 43-Jährige. Schon einige Male seien ihr frühmorgens Betrunkene oder Wildtiere wie Füchse, Rehen und Marder über den Weg gelaufen. Einige Kunden liessen auch ihre Hunde freilaufen. «Dann ist es am schwierigsten den Briefkasten zu erreichen», weiss Esther Krzyzanowski. Nichtsdestotrotz mag sie ihre Arbeit sehr: «Man kann sich draussen bewegen und ist meistens von Ruhe umgeben.»

Vor allem im Sommer sei das Zeitungsvertragen besonders angenehm. Anstrengender wird es hingegen im Winter, wenn ihre Route über verschneite und vereiste Strassen am Hügel führt. «Es ist aber schön, die Route auswendig zu absolvieren. Auch die Leute kenne ich langsam beim Namen», freut sich die 43-Jährige. Wenn die Kunden die Zeitung direkt abnehmen, mache es besonders Spass: «Mit der Zeit kennt man einander einfach.»

Andreas Pauli, 69, aus Lengnau hat eine spezielle Beziehung zur Zeitung. Sogar nach der Pensionierung bei der Vogt-Schild Druck AG, wo er die Solothurner Zeitung druckte, konnte er sich von «seiner» Zeitung nicht trennen. So trägt er seit drei Jahren im oberen Gebiet von Grenchen am Sonntag die Zeitung aus. «Ich mache die Arbeit einfach gern», sagt der 69-Jährige. Wirklich zufrieden sei er aber nur, wenn er eine perfekte Arbeit geleistet habe.

Landet eine Zeitung mal versehentlich im falschen Briefkasten, «fischt» der Perfektionist sie mit einem Haken einfach wieder raus. Sehr vorsichtig geht er aber mit den Zeitungen um: «Wenn es regnet, nehme ich die Zeitung unter die Jacke, ganz eng an die Brust.» Deshalb landen bei ihm nur selten nasse Zeitungen im Briefkasten.

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