Die neue Ausstellung des Kunstmuseums Olten nimmt Bezug auf die Arbeiten und das Werk der Berner Keramikerin Margrit Linck (1897-1983). «Linck. Reloaded» ist sie übertitelt, denn die beiden Kuratorinnen Dorothee Messmer und Katja Herlach haben sich drei zeitgenössische Keramikerinnen gesucht, die sich mit dem Werk von Linck auskennen und sich darauf beziehen.

Margrit Lincks Schöpfungen gehören bis heute zum Besten, was das Schweizer Kunsthandwerk im Bereich Keramik zu bieten hat. Ihre Gebrauchskeramik ist bis heute unter Sammlern hoch begehrt. Doch ihr war neben Tassen und Vasen auch die Objektkunst aus Keramik sehr wichtig. Und so schuf sie fantasievolle, oft an den Surrealismus mahnende Skulpturen.
Selina Baumann (*1988) lehnt sich mit ihren aufwändigen Keramikskulpturen an die Formen von Linck an. Sie zeigt quallen- oder wurmartige fantastische Lebenwesen. Karin Lehmann (*1981) interessiert sich sehr für den Arbeitsprozess, welchem Keramik zugrunde liegt. Dieser Aspekt bestimmt die Form und Aussagen ihrer Arbeiten. Irene Schubiger (*1948) nutzt in ihren Arbeiten den Werkstoff Ton gar nicht. Sie formt ihre Objekte aus anderen Werkstoffen, die aber immer an die Arbeiten von Margrit Linck erinnern.

Im dritten Stock widmet sich «bilden.formen.modellieren» auch um skulpturale Aspekte. Gezeigt werden einige Kleinplastiken und weitere an den Werkstoff Ton angelehnte Arbeiten. Während der Dauer der Ausstellung ist im Schaufenster des ehemaligen Ledergeschäfts Zimmermann Gebrauchskeramik von Linck zu sehen. Dazu bietet das Einrichtungshaus Inside nebenan Objekte aus der Keramikmanufaktur Linck, die bis heute nach Entwürfen von Margrit Linck hergestellt werden.
Bis 12. Mai.

Elmar Trenkwalders sinnliche Figuren in der Stadtkirche

Der Österreichische Künstler Elmar Trenkwalder (*1959) ist der Erste, der die neu renovierte Stadtkirche gleich neben dem Kunstmuseum seine Arbeiten präsentieren kann. In den beiden Emporengängen sind auf Sockeln jeweils seine sinnlichen, geheimnisvollen Keramikskulpturen zu finden, für deren Dimensionen der Künstler weltweit bekannt ist. Er ist er einzige Keramiker, der Skulpturen in solchen Dimensionen schafft. Teils mehrteilig zusammengesetzt, mahnen sie an hinduistische Tempel und Gottheiten, Rokoko-Stelen, oder geheimnisvolle Büsten. 

Bis 19. Mai (Museumstag)