Sparpläne durchkreuzt

Verwaltungsgericht bremst Kanton aus: Berufsschüler dürfen länger turnen

Die Berufsschüler dürfen in jedem Jahr ins Turnen. (Archiv)

Die Berufsschüler dürfen in jedem Jahr ins Turnen. (Archiv)

Der Kanton Solothurn wollte Geld sparen, indem er für die Oltner Berufsschüler nur noch zwei Jahre Turnunterricht anbieten wollte. Das Solothurner Verwaltungsgericht hat nun aber den Entscheid aufgehoben.

Es ist ein Sieg für die Solothurner Turn- und Sportlehrer, die letztes Jahr gegen den Kanton vor Gericht gezogen sind: Das Solothurner Verwaltungsgericht hat soeben entschieden, dass die Oltner Berufsschüler auch künftig in allen Schuljahren Turnunterricht erhalten sollen.

Das Gericht durchkreuzt damit die Sparpläne der Regierung: Diese wollte nämlich auf das Schuljahr 2015/16 hin am Berufsbildungszentrum Olten nur noch für die beiden ersten Lehrjahre Turnunterricht anbieten – zu unrecht, wie nun das Gericht festhielt. Mit der Sparmassnahme hätte der Kanton 2015 100 000 Franken eingespart, ab 2016 jährlich 250 000 Franken. Die Massnahme war befristet und hätte fürs Budget ab 2019 wieder überprüft werden sollen.

Nun hat das Gericht den Beschluss der Regierung aufgehoben - gut ein Jahr, nachdem die Turn- und Sportlehrer gemeinsam mit Schülern ihre Beschwerde eingereicht haben.

Urteil mit Signalwirkung

«Wir sind hocherfreut», sagt Philipp Heri. Für den Präsidenten des Turn- und Sportlehrervereins Kanton Solothurn hat das Urteil Signalwirkung: «In einem nächsten Schritt geht es nun darum, dass die Bundesvorgabe auch in Solothurn und Grenchen korrekt umgesetzt wird», so Heri. Dazu will der Verein das Gespräch mit dem Bildungsdepartement suchen. Noch ist das Urteil allerdings nicht rechtskräftig: Der Kanton hat noch knapp 30 Tage Zeit, um den Entscheid ans Bundesgericht in Lausanne weiterzuziehen.

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