Erfinderisch

Um Verbot zu umgehen: Bellacher Tüftler hat Sitz für das Stand Up Paddle entwickelt

Originelle Erfindung gegen das Stand-up-Paddle-Verbot in Solothurn

Originelle Erfindung gegen das Stand-up-Paddle-Verbot in Solothurn

Letzte Woche kam aus, dass Stand-up-Paddles auf gewissen Aare-Abschnitten in Solothurn verboten sind. Jedoch wusste nicht einmal die Polizei von diesem Verbot. Da es aber nach wie vor erlaubt ist, sitzend über die Aare zu gleiten, hat ein Bellacher Tüftler eine originelle Erfindung gemacht.

Auf zwei Abschnitten auf der Solothurner Aare sind Stand Up Paddles verboten, weil auf dem Wasser stehende Menschen die Vögel verängstigen. Ein Ingenieur aus Bellach hat sich da was einfallen lassen.

Ab sofort dürfen die beiden Schutzgebieten zwischen Lüsslingen-Solothurn und Feldbrunnen-Flumenthal nicht mehr mit dem Stand Up Paddle(SUP) durchquert werden. Mit dem Verbot will man die Wasser- und Zugvögel schützen, welche von Menschen, die auf SUPs daherkommen und sich damit übers Wasser bewegen, verängstigt und verscheucht werden könnten. 

Aber was, wenn man auf dem SUP bequem sitzen könnte? 

Roland Thomke, der schon mit eigener Skimarke Schlagzeilen machte, liess sich diesbezüglich etwas einfallen. Seine Idee: ein aufblasbarer Sitz zum Mitnehmen. Der Ingenieur aus Bellach, Neffe des berühmten Uhrenherstellers Ernst Thomke, hat einen Sitz entwickelt, der aufs Stand Up Paddle gebunden werden kann. Sobald man in eine Schutzzone komme, könne man diesen während der Fahrt installieren, so Thomke.

Während das normale SUP-Paddle viel zu lang ist, verschafft hier ein kürztes oder umgebautes Paddle Abhilfe. «Damit habe ich problemlos die richtige Länge und kann wie in einem Kanadier oder Kajak paddeln», erklärt der Erfinder gegenüber dem Regionalsender TeleM1. (ldu)

Roland Thomke mit seinem Ski aus Eigenproduktion, dem Tourenski «Fjell». (Archiv)

Roland Thomke mit seinem Ski aus Eigenproduktion, dem Tourenski «Fjell». (Archiv)

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