Solothurn/Grenchen
Standort Jurasüdfuss bleibt wichtig für die Medtechfirma Ypsomed

Der Burgdorfer Medizinaltechnikkonzern Ypsomed investiert weiter am Standort Solothurn. Die Verlagerung der Pen-Nadelproduktion von Burgdorf nach Solothurn sei inzwischen abgeschlossen. Besser läuft es auch bei der Tochter Ypsotec in Grenchen.

Franz Schaible
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Ypsomed-Werk in Solothurn

Ypsomed-Werk in Solothurn

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Kaum hat Ypsomed die Konzentration der Pen-Nadelproduktion (Injektionssysteme zur Abgabe von Insulin) am Standort Solothurn abgeschlossen, gibt es weitere positive Nachrichten. Im ersten Geschäftshalbjahr 2013/14 (per Ende September) hat Ypsomed 10 Millionen Franken in Sachanlagen investiert, vorab in neue Betriebsanlagen wie Pen-Montagenautomaten, heisst es im Semesterbericht. Die Herstellung der Einweg-Pens soll künftig ebenfalls in Solothurn erfolgen, erklärt Sprecher Benjamin Overney.

Bereits zuvor profitierte Solothurn direkt von der weltweit steigenden Nachfrage nach Pens und Pen-Nadeln. Ypsomed investierte in eine weitere Nadel-Montageanlage und erweiterte so die Produktionskapazität in Solothurn um 40 Prozent (wir berichteten).

Die Verlagerung der Pen-Nadelfabrikation von Burgdorf nach Solothurn sei inzwischen abgeschlossen, sagt Overney weiter. Während konzernweit der Personalbestand per Ende September um 3 Prozent auf 989 Beschäftigte sank, sei dieser in Solothurn leicht auf 185 Angestellte gestiegen.

Ypsotec bald in Gewinnzone?

Auch vom zweiten Ypsomed-Standort am Jurasüdfuss berichten die Burgdorfer Positives. Die Präzisionsteileherstellerin Ypsotec konnte trotz leicht tieferem Umsatz von 7,7 Millionen Franken den Betriebsverlust von 0,8 auf 0,5 Millionen Franken reduzieren. «Das ist ein erster Lichtblick», kommentiert Overney.

Aufgrund der konjunkturellen Entwicklung sowie «Effizienzsteigerungen in der Produktion» werde Ypsotec künftig wieder in der Gewinnzone operieren. Noch im Frühling sprach Ypsomed neun Kündigungen aus (wir berichteten). In Grenchen arbeiten rund 100, im tschechischen Schwesterwerk rund 30 Angestellte.

Die Ypsomed-Gruppe erwirtschaftete im ersten Halbjahr einen Umsatz von 131,5 Millionen Franken (plus 9,8 Prozent), der Betriebsgewinn fiel mit 4,6 Millionen Franken fast doppelt so hoch aus wie in der Vorjahresperiode.

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