Sozialhilfe
Trotz Pandemie: Die Sozialhilfequote nimmt im Kanton Solothurn ab

Im Jahr 2020 bezogen 9193 Personen im Kanton Solothurn Sozialhilfe. Das entspricht 3,3 Prozent der Bevölkerung. Gegenüber 2019 ist die Sozialhilfequote gesunken.

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Die Sozialhilfequote geht im Kanton Solothurn zurück (Symbolbild).

Die Sozialhilfequote geht im Kanton Solothurn zurück (Symbolbild).

Keystone

Der Anteil der Menschen im Kanton Solothurn, die Sozialhilfe beziehen, nimmt ab. Das geht aus einer Mitteilung des Amts für Soziale Sicherheit hervor. Demnach ist die Sozialhilfequote im Kanton Solothurn 2020 gegenüber dem Vorjahr von 3,4 Prozent auf 3,3 Prozent gesunken. Sie nähert sich damit dem schweizerischen Durchschnitt. Die gesamtschweizerische Sozialhilfequote ist bei 3,2 Prozent stabil geblieben.

Gemäss dem Amt für Soziale Sicherheit entwickelt sich die Sozialhilfequote insbesondere bei Flüchtlingen und Asylsuchenden erfreulich. Bei den Flüchtlingen sank die Sozialhilfequote von 88,6 Prozent auf 80,7 Prozent und bei den Asylsuchenden von 84,4 Prozent auf 76,5 Prozent. Damit liegen beide Werte unter dem schweizerischen Durchschnitt.

Alleinerziehende mit hohem Sozialhilferisiko

Im Kanton Solothurn wurden 5273 Privathaushalte mindestens einmal mit Sozialhilfeleistungen unterstützt. Das entspricht 4,3 Prozent aller Privathaushalte im Kanton. Besonders häufig betroffen seien Haushalte von Alleinerziehenden mit ihren Kindern, schreibt das Amt für Soziale Sicherheit: Sie weisen eine Sozialhilfequote von 25,5 Prozent auf. Im Jahr 2019 sind es noch 26 Prozent gewesen. Bei rund 30 Prozent aller unterstützten Personen (2725 von insgesamt 9193 Personen) handelt es sich um Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Weiter heisst es, dass die Corona-Pandemie im Jahr 2020 dank den Instrumenten der Arbeitslosenversicherung (Kurzarbeitsentschädigung, Erwerbsersatz, Arbeitslosentaggelder) noch keine grossen Auswirkungen auf die Fallzahlen in der Sozialhilfe hatte. Welche Folgen die Pandemie jedoch mittelfristig für die Sozialhilfe haben werde, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen, so das Amt für Soziale Sicherheit.