Gesetzesänderungen

Solothurner Pensionskasse will transparenter und flexibler werden

Die Kundenbeziehungen sollen gestärkt werden.

Die Kundenbeziehungen sollen gestärkt werden.

Der Regierungsrat schickt eine Vorlage mit punktuellen Änderungen des Gesetzes über die Pensionskasse Kanton Solothurn in die Vernehmlassung.

Neben dem Personal der kantonalen Verwaltung, der kantonalen Schulen, der Solothurner Spitäler AG und den Volksschullehrkräften sind unter anderem auch die Angestellten vieler Einwohner-, Bürger- und Kirchgemeinden bei der kantonalen Pensionskasse versichert. Nach der Ausfinanzierung und Verselbstständigung sah man sich mit einer gewissen Tendenz zur Abwanderung von sogenannten Anschlussmitgliedern konfrontiert. Die Pensionskasse reagierte darauf mit einem Strategieprojekt, um mit neuen Angeboten und Versicherungsmodellen flexibler auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen zu können.

Der Regierungsrat schickt jetzt eine Vorlage mit punktuellen Änderungen des Gesetzes über die Pensionskasse Kanton Solothurn in die Vernehmlassung, die notwendig sind, um die Strategie in die Praxis umsetzen zu können. Um «die Flexibilität des Versorgeangebotes zu erhöhen und damit eine Stärkung der Kundenbeziehungen und ein gesundes Wachstum der Pensionskasse zu ermöglichen», wie die Regierung dazu schreibt.

1. Neugestaltung Vorsorgeplan

Bei der kantonalen Pensionskasse kommt heute ein einziger Vorsorgeplan zur Anwendung, der aufgrund eines einheitlichen Arbeitgeberbeitrages und der damit verbundenen Finanzierungssolidarität zwischen Jung und Alt «nicht mehr zeitgemäss» sei, wie es weiter heisst. Folge: Die Pensionskasse Kanton Solothurn sei somit für Unternehmen mit einem jungen Versichertenbestand kaum attraktiv.

Dem will man nun mit einer «heute üblichen individuellen Finanzierung der Altersgutschriften», abgestuft nach Alterskategorien, begegnen. Die Altersgutschriften für die Versicherten würden nach der Umstellung insgesamt leicht höher ausfallen und damit zu besseren Leistungen führen, schreibt der Regierungsrat.

2. Weiterversicherung nach Vollendung des 65. Altersjahres

Eine weitere Neuerung: die Möglichkeit zur Versicherung über das 65. Altersjahr hinaus. Bislang werden vom Arbeitgeber und den Versicherten nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters keine Beiträge mehr an die Pensionskasse geleistet. Dies wird mit der vorliegenden Revision geändert. Die zusätzlichen Gutschriften bieten zudem die Möglichkeit, bestehende Einkaufslücken zu schliessen und somit die zukünftige Rente zu verbessern.

3. Abweichende Vorsorgepläne für Anschlussmitglieder

Mit der Revision soll die kantonale Pensionskasse auch die Möglichkeit erhalten, für Anschlussmitglieder Abweichungen vom gesetzlichen Plan in den Anschlussverträgen vorzusehen. Dies ermöglicht der Pensionskasse, ihr Angebot punktuell nach den Wünschen der Kunden auszurichten.

4. Ergänzungsversicherung

Um das Angebot auch für das Kaderpersonal attraktiv zu halten, soll schliesslich neu eine Ergänzungsversicherung eingeführt werden. Diese soll es namentlich der Solothurner Spitäler AG erlauben, ihre bestehende Kadervorsorge abzulösen. (szr)

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