Solothurn
Ersatz der Parkettböden im Bürgerspital ist abgeschlossen – aber wer zahlt die Zeche?

Die Holzböden im Neubau Bürgerspital mussten erneuert werden. Wer die Kosten dafür übernimmt, ist allerdings immer noch nicht geklärt.

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Der Boden musste ersetzt werden. (Archiv)

Der Boden musste ersetzt werden. (Archiv)

Hansjörg Sahli

Die Aufregung war erheblich – und kam nicht von ungefähr: Dass die Parkettböden in den 155 Patientenzimmern im Neubau des Solothurner Bürgerspitals, kaum waren sie eingebaut, ersetzt werden mussten, sorgte weitherum für Kopfschütteln. Nun bestätigt Kantonsbaumeister Guido Keune, die Schäden im vierten bis siebten Obergeschoss des Bürgerspital-Neubaus seien behoben, sämtliche Bodenbeläge vollständig erneuert.

Das ist die gute Nachricht. Weniger gut: Mit der Schadensliquidierung ist der Kanton mit den betroffenen Firmen noch nicht ins Reine gekommen. «Sie ist im Gange und dürfte noch etwas Zeit beanspruchen», so Keune. Konkret geht es darum, «die Unternehmen, die den Schaden verursacht haben, so weit als möglich finanziell in die Pflicht zu nehmen».

Sowohl juristisch als auch finanziell kein einfacher Fall: Immerhin geht es um 2,95 Millionen Franken. Geld, das der Kanton vorgeschossen hat, indem die Kosten dem Verpflichtungskredit für den Neubau belastet wurden. Dieser beziffert sich auf 340 Millionen.

Anfang Mai an die soH

Und wie steht es mit dem Bezug des mächtigen Neubaus? Dieser wird am 1. Mai an die Solothurner Spitäler AG (soH) übertragen und dann im gleichen Monat sowie im Juni bezogen. Das heisst: Bis Mitte Jahr wird das Bauwerk seiner Bestimmung übergeben werden können.

Und dann geht es zügig weiter: In der Folge wird das alte Bettenhochhaus rückgebaut, ehe die zweite Bauetappe in Angriff genommen wird. Sie wird rund drei Jahre in Anspruch nehmen und wohl Anfang 2026 abgeschlossen sein. (bbr.)

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