Fête des Vignerons
«Solche Anlässe helfen, dem eigenen Wohnkanton eine Seele zu geben»

Das Fête des Vignerons ist vorbei. Was bleibt? Dazu äussert sich Andreas Eng, Staatsschreiber und OK-Präsident des Solothurner Auftritts in Vevey.

Balz Bruder
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Andreas Eng (weisses Hemd): Staatsschreiber und OK-Präsident des Solothurner Auftritts.

Andreas Eng (weisses Hemd): Staatsschreiber und OK-Präsident des Solothurner Auftritts.

Tom Ulrich

Nach einem langen Tag und einer kurzen Nacht: Wie wirkt Vevey nach?

Andreas Eng: Es ist eine Mischung einerseits aus Erinnerungen an viele gute Begegnungen und schönen Eindrücken, aber auch Erleichterung darüber, dass alles gut verlief, und schliesslich ein bisschen Wehmut, dass es nun schon vorbei ist. Und auch ein bisschen Stolz, Teil eines Generationenanlasses gewesen sein zu dürfen.

Es war ein spezieller Tag für den Kanton Solothurn – und für Sie: Sie feierten just am Kantonstag Geburtstag ...

... wobei das ein Zufall war und der Geburtstag auch nur ein Tag wie jeder andere ist. Lustig war es aber trotzdem, von vielen zu hören, dass es nicht jedem möglich sei, am Geburtstag eine solche Fête mit zigtausend Gästen zu veranstalten.

Was war für Sie der berührendste Moment am Solothurner Tag?

Ein ehrliches Lob eines Westschweizers für unsere Solothurner Weine.

Was wird Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?

Sicher die welsche Feststimmung in Vevey und die vielen Zeichen der Sympathie, die wir für unseren Solothurner Auftritt entgegennehmen durften. Die stimmungsvolle Ankunft unseres Bootes war sicher der Höhepunkt. Ganz speziell in Erinnerung bleiben wird mir die tolle Zusammenarbeit im Organisationskomitee.

Und was bleibt für den Kanton über den Tag hinaus?

Ein finanzieller «Return of Investment» lässt sich bei einem solchen Anlass kaum beziffern. Hingegen wage ich zu behaupten, dass es mit unserem Auftritt gelungen ist, den Kanton Solothurn, insbesondere auch in der Romandie, sympathisch zu präsentieren. Nicht unterschätzt werden darf auch der sogenannte «Inneneffekt»: Solche Anlässe helfen mit, dem eigenen Wohnkanton eine Seele zu geben und identitätsstiftend zu wirken. Das war schon beim Olma-Auftritt 2013 zu spüren. Und schliesslich: Möglicherweise gründen unsere Solothurner Winzer auch eine Confrérie des Vignerons ...