Auf der Schnellstrecke zwischen Olten und Bern (Bahn 2000) fahren im Moment kein Personenzüge. Das gleiche gilt für die Strecke Zofingen-Bern. Grund dafür ist eine technische Störung an der Bahnanlage. Diese wird voraussichtlich bis um 1 Uhr in der Nacht auf Mittwoch andauern.

«Die technischen Komponenten auf den Zügen und jene der Strecke kommunizieren nicht einwandfrei miteinander», schrieb SBB-Sprecher Oli Dischoe auf einem Blog der Bundesbahnen. Aufgrund dieser Störung konnte die SBB nicht ausschliessen, dass Züge auf offener Strecke stehen blieben, hiess es weiter.

Bereits in den Morgenstunden mussten Pendler Verspätungen und Umwege in Kauf nehmen. Der Interregio 16, der zwischen Zürich und Bern verkehrt, fiel zwischen Olten und Bern aus. Die Intercity-Züge von Zürich und Basel mussten über die alte Strecke via Burgdorf–Langenthal fahren. Die umgeleiteten Züge verkehrten mit Verspätungen von rund 15 Minuten. Wann die Störung behoben sein wird, konnten die SBB am Dienstagabend nicht sagen.

Die Verspätungen und die Umwege sorgten für Unmut bei den Pendlern, der sich in den Kommentarspalten der News-Webseiten und in den sozialen Medien entlud.

Schon wieder Olten-Bern

Die Blockade weckt Erinnerungen an einen ähnlichen Fall vor gut zwei Wochen. Am Morgen des 21. Septembers war die gleiche Strecke blockiert. Grund war ein technischer Defekt an einer Lokomotive. Weil der Zug nicht direkt abgeschleppt werden konnte, mussten die Passagiere im Zug evakuiert werden. Sie stiegen dann auf offener Strecke in einen Ersatzzug um. Die defekte Lokomotive wurde später auf ein Hilfsgestell gehievt und abtransportiert.

Gemäss Oli Dischoe, Mediensprecher der SBB, gibt es gegenüber dem Vorjahr keinen signifikanten Anstieg von Störungen auf der Bahn-2000-Strecke. Der überwiegende Teil der Fälle betreffe Störungen an Fahrzeugen. «Nur ein sehr kleiner Teil ist auf technische Störungen an der Bahnanlage zurückzuführen, wie wir sie aktuell haben», schrieb Dischoe auf Anfrage.