Die Coiffeurbetriebe sind in den Fokus der Schwarzarbeitskontrolleure geraten: In den ersten Monaten 2019 haben die Polizei und das Amt für Wirtschaft und Arbeit elf Coiffeurgeschäfte im Kanton kontrolliert.

Damit wurden alleine in den ersten fünf Monaten 2019 deutlich mehr Geschäfte unter die Lupe genommen als in den Vorjahren (jeweils 7 Betriebe). «Bei den Kontrollen sind einige Verstösse (fehlende Aufenthaltsbewilligung, ausgeschrieben zur Fahndung, nicht bewilligter Alkoholverkauf, Missachtung der Öffnungszeiten u.a. ) aufgedeckt worden», schreibt das Amt nun in einer Stellungnahme auf eine Interpellation von FDP-Kantonsrat Philipp Arnet (Lohn-Ammannsegg). Weitere Kontrollen seien geplant.

Viele Kontrollen im Gastgewerbe


Anfang Jahr hatte ein Bericht der SRF-Sendung Rundschau für Aufsehen gesorgt. Dort wurde über die Ausbeutung von Angestellten in Berner Billigst-Coiffeurläden berichtet. Der Trend zu Billigcoiffeuren mit tiefen Löhnen sei «in einem geringen Umfang» auch im Kanton feststellbar, so das Amt. Während dieses für Schwarzarbeitskontrollen zuständig ist, gehören Lohnkontrollen – da es einen Gesamtarbeitsvertrag gibt – grundsätzlich in den Bereich der Paritätitschen Kommissionen. Diese können auch Sanktionen aussprechen. Insgesamt wurden 2018 im Kanton 48 Kontrollen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit durchgeführt, davon 41 im Gastgewerbe.